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Quelle: http://www.spiegel.de

In den Niederlanden erlahmte am Freitag das Leben in weiten Teilen des Landes. Ampeln und Notrufnummern fielen aus, Telefone blieben stumm, Züge wurden evakuiert: In den Niederlanden war am Freitag zu beobachten, was passiert, wenn in einer modernen Volkwirtschaft der Strom ausfällt.

Der Vorfall zeigt, wie abhängig eine Industrienation von ihrer Energieversorgung ist – und er wirft die Frage auf, wie so etwas in einem modernen Land passieren kann, das sich europaweit seiner guten Infrastruktur rühmt.

In Schiphol, einem der größten Flughäfen Europas, wurden Abflüge am Morgen gestrichen. Maschinen konnten nicht mehr landen und wurden nach Brüssel und auf andere Flughäfen umgeleitet.

Um 10.16 rief die Polizei über Twitter auf, die Notrufnummer 112 nicht mehr anzurufen, um eine Überlastung des Netzes zu verhindern. Eine Stunde später wies sie darauf hin: Bei ausgefallenen Ampeln gelte rechts vor links. „Auch für Fahrradfahrer.“

Wie es zu der Panne kommen konnte, ist noch unklar. Normalerweise würde bei einem Ausfall einfach auf andere Hochspannungsleitungen und -einrichtungen umgeschaltet.

In dieser Zweiteilung und in der Komplexität des Systems könnte auch die Hürde liegen, die im Ernstfall schwere Probleme verursachen kann – so zumindest die ersten Vermutungen.

Kommentar

Bei etwas mehr als 2 Stunden Stromausfall kann man noch nicht von einem Blackout sprechen. Aber das Beispiel bestätigt viele Annahmen, die hier getroffen wurden.