Letzte Aktualisierung am 31. Juli 2026.
In diesem Beitrag werden im Sinne der Systemsicherheit bedenkliche Ereignisse im europäischen Stromverbund gesammelt, die auch als „schwache Signale“ im Sinne von „Das Unerwartete managen“ verstanden werden. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Die Informationen stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen.
23. Juni 2026: ⚠️ 🇬🇧 Sicherheitsgrenzwerte wurden während der Hitzewelle überschritten
Ein Bericht listet fünf separate Überschreitungen der Auslastungsgrenzen im Übertragungsnetz auf, bei denen jeweils der Grenzwert um Hunderte von Megawatt überschritten wurde, wobei die größte Überschreitung 700 MW erreichte. Darin hieß es, dass diese Überschreitungen auftraten, ohne dass „vor oder nach dem Vorfall Maßnahmen zur Risikominderung zur Verfügung standen“.
Ein zweiter Bericht, der als „Neso Significant Event Report“ bezeichnet und wenige Stunden nach dem Vorfall verfasst wurde, besagt: „Während des Vorfalls wurden die Systemgrenzen überschritten und die Systemsicherheit beeinträchtigt.“
Neso bestätigte die Echtheit der Berichte, erklärte jedoch, es handele sich um vorläufige Dokumente, die kurz nach dem Vorfall erstellt worden seien und keine endgültige Einschätzung darstellten.
Ofgem kündigte am Freitag an, eine Untersuchung der Vorwürfe zu leiten, wonach Neso den Ernst des Vorfalls vertuscht habe. Die Regulierungsbehörde hat zudem eine separate Überprüfung angeordnet, um festzustellen, ob das Netz sicher betrieben wurde und ob gegen Vorschriften verstoßen wurde.
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
31. Januar 2026: 🚨🚨 Großflächiger Stromausfall in der Ukraine und Moldawien 🚨🚨
Sowohl das ukrainische als auch das moldawische Stromnetz gehören seit dem 16. März 2022 zum europäischen Verbundsystem.
Am 31. Januar 2026 kam es um 10:42 Uhr (08:42 Uhr GMT) zum Ausfall einer 400-Kilovolt-Leitung zwischen den Stromnetzen Rumäniens und Moldawiens sowie einer 750-Kilovolt-Leitung zwischen der West- und der Zentralukraine. Dies führte zu kaskadierenden automatischen Schutzabschaltungen in den Umspannwerken. In der Folge kam es zu einem großflächigen Stromausfall in der Ostukraine und in Moldawien. Der Stromausfall beeinträchtigte auch den Betrieb der drei in Betrieb befindlichen Kernkraftwerke der Ukraine.
In den Regionen Kiew und Dnipropetrowsk wurde die Stromversorgung der kritischen Infrastruktur bis 17 Uhr wiederhergestellt. Anschließend wurden Verbraucher in den Regionen Charkiw, Odessa und Zhytomyr schrittweise wieder ans Netz angeschlossen.
Anmerkung: In der Ukraine kommt es kriegs- und zerstörungsbedingt ständig zu Stromausfällen und rollierenden Stromabschaltungen („Brownouts”). Wirkliche Blackouts, also überregionale Systemausfälle, sind aber die Ausnahme.
Dieses Ereignis hat sich auch im restlichen Verbundsystem durch einen erheblichen Frequenzanstieg deutlich bemerkbar gemacht.
(05.02.26) ENTSO-E: Stromausfall in der Ukraine und Moldawien
Am 31. Januar 2026, um ca. 9:45 Uhr MEZ, kam es zu einem Zwischenfall in den ukrainischen und moldauischen Stromnetzen, der zu erheblichen Ausfällen und einer Trennung des Netzes vom kontinentalen Europa führte.
Der getrennte Bereich wurde um 10:05 Uhr MEZ wieder mit dem kontinentaleuropäischen Netz synchronisiert. Ukrenergo und Moldelectrica leiteten mit Unterstützung der benachbarten Übertragungsnetzbetreiber sofort Maßnahmen zur Wiederherstellung des Netzes ein. Die Wiederherstellung der Stromversorgung für alle Verbraucher wurde zwischen Ukrenergo, Moldelectrica und den Verteilernetzbetreibern gut koordiniert.
⚠️ Oszillationen im Ostseestromnetz durch BESS-Test und Ausfall von 1 GW Interconnector-Leistung
Ein 100-MW-BESS, der letzte Netzanschlusstests durchführte, verursachte Schwankungen im baltischen Stromnetz, was zum Ausfall von Gleichstromkabeln und einem Verlust von 1000 MW Stromerzeugung (Import aus Finnland) führte.
Die Situation wurde vom Stromnetz hervorragend bewältigt, obwohl 1000 MW etwa 20 % der Stromlast im Baltikum ausmachen (etwa 5000 MW im Winter). Dank Stromlieferungen aus Polen in den Baltikum konnte ein Blackout vermieden werden. Eine 500-MW-Wechselstromverbindung zwischen Polen und Litauen arbeitete mit doppelter Nennleistung, um den Vorfall auszugleichen.
Es ist klar, dass Batterien im Netzmaßstab kein Spielzeug sind. Hoffentlich findet der BESS-Betreiber die Ursache und kann bald wieder online gehen. Wenn sich das nächste Mal ein Vorfall im Netz ereignet, könnte ihre Anlage die Lage retten.
Zuletzt aktualisiert am 31. Juli 2026 um 15:20




Moin!
Es wäre schön, wenn die unter https://www.risknet.de/themen/risknews/sicherheitsillusion/
genannten ‚Großschadensereignisse‘ etc. hier auch abgebildet werden.
…ansonsten eine tolle Website, due ich gern enpfehle.
gCE