In diesem Beitrag werden im Sinne der Systemsicherheit bedenkliche Ereignisse im europäischen Stromverbund gesammelt, die auch als „schwache Signale“ im Sinne von „Das Unerwartete managen“ verstanden werden. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Die Informationen stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen.
31. Januar 2026: 🚨🚨 Blackout in der Ukraine und Moldawien 🚨🚨
Sowohl das ukrainische als auch das moldawische Stromnetz gehören seit dem 16. März 2022 zum europäischen Verbundsystem.
Am 31. Januar 2026 kam es um 10:42 Uhr durch eine Störung an zwei Hochspannungsleitungen zu einer Unterbrechung der Verbindungen nach Moldau und Rumänien sowie in den Westen und das Zentrum der Ukraine. Dies führte zu kaskadierenden automatischen Schutzabschaltungen in den Umspannwerken. In der Folge kam es zu einem Blackout in der Ostukraine und in Moldawien.
In den Regionen Kiew und Dnipropetrowsk wurde die Stromversorgung der kritischen Infrastruktur bis 17 Uhr wiederhergestellt. Anschließend wurden Verbraucher in den Regionen Charkiw, Odessa und Zhytomyr schrittweise wieder ans Netz angeschlossen.
Anmerkung: In der Ukraine kommt es kriegs- und zerstörungsbedingt ständig zu Stromausfällen und rollierenden Stromabschaltungen („Brownouts”). Wirkliche Blackouts, also überregionale Systemausfälle, sind aber die Ausnahme. Dieses Ereignis hat sich auch im restlichen Verbundsystem durch einen erheblichen Frequenzanstieg deutlich bemerkbar gemacht.
Zuletzt aktualisiert am 31. Januar 2026 um 20:08


