Letzte Aktualisierung am 16. November 2022.

Sehr hohe Eskalationsgefahr in diesem Winter!

Haben Sie bereits ausreichend vorgesorgt?
Wenn nein, dann tun Sie das bitte jetzt!

Lagebericht Austrian Gas Grid Management AG (AGGM)

Die zuständigen Behörden haben am 30. März 2022 die Frühwarnstufe in Österreich gemäß der Verordnung (EU) 2017/1938 ausgerufen. Gemäß der Verordnung informiert die AGGM über die aktuelle Lage, indem sie täglich den AGGM-Lagebericht bereitstellt, der nur in deutscher Sprache verfügbar ist.

Trotz der im historischen und saisonalen Vergleich niedrigen Speicherfüllstände in Österreich sowie des Konflikts in der Ukraine ist aus aktueller Sicht keine Störung der Versorgung österreichischer Endkunden zu beobachten. Dies gilt weiter, sofern 👉

  • ⚠ die Netz-, Speicher- und Produktionsinfrastruktur ungestört zur Verfügung steht
  • ⚠ an den internationalen Spotmärkten ausreichend Liquidität zur Abdeckung von maximal zu erwartenden Spitzenlasten bereitsteht und Ausgleichsenergieabrufe möglich sind
  • ⚠ es zu keinen Liefereinschränkungen zufolge des Kriegs in der Ukraine kommt
  • ⚠ internationale Lieferverträge keinen signifikanten Einschränkungen unterworfen werden
16.06.22: Die Speicher werden signifikant befüllt. Der aktuelle Speicherstand ist hier veröffentlicht.
Speicherfüllstand (im Netzverbund Verteilgebiet Ost)

Gasspeicher AUT

Quelle: parlamentarische Anfrage Beantwortung 04.09.22 (11298/AB)

Der Füllstand der Speicher OMV Gas Storage, RAG Energy Storage und Uniper Energy Storage liegt mit Stand 23. August 2022 bei 50,9 TWh, das entspricht 66,2% [Stand 05.09.22: 68,41 %] im Verhältnis zum Gesamtvolumen dieser Speicherunternehmen von 76,9 TWh. In diesen Zahlen sind derzeit auch jene Gasmengen enthalten, die bei RAG Energie Storage im Speicher Haidach eingespeichert sind, weil RAG derzeit die hinzugekommen Haidach-Mengen im „RAG Speicherpool“ angibt, auch wenn die Speicheranlage Haidach derzeit noch über keine direkte Anbindung an das österreichische Gasnetz verfügt. Aus diesem Grund können die Speicherstände für MG Ost derzeit nicht gesondert ausgewiesen werden. RAG wurde bereits zur Umstellung der Meldung aufgefordert, diese sollte zeitnah erfolgen.

Grundsätzlich gehört das Gas immer jenem, der es gekauft und eingespeichert hat. Internationale Gashändler speichern nicht nach Zielländern ein und müssen diese Informationen auch nicht angeben. Informationen darüber, welche Unternehmen in österreichischen Speichern Gas einspeichern, liegen der E-Control vor und sind vertraulich. Jedenfalls für die Verwendung im Inland vorgesehen ist die neu angelegte Strategische Gasreserve im Umfang von 20 TWh Gas. 

Ein Verbot unangemessener Einschränkungen von Gasflüssen ist unionsrechtlich verankert. Gewährleistung der sicheren Gasversorgung haben die Mitgliedstaaten und insbesondere die zuständigen Behörden zu gewährleisten, dass keine Maßnahmen ergriffen werden, durch die zu irgendeinem Zeitpunkt die Gasflüsse innerhalb des Binnenmarkts unangemessen eingeschränkt werden, keine Maßnahmen ergriffen werden, durch die wahrscheinlich die Gasversorgung in einem anderen Mitgliedstaat ernsthaft gefährdet wird, und der grenzüberschreitende Zugang zu den Infrastrukturen nach Maßgabe der Verordnung (EG) Nr. 715/2009 gemäß dem Notfallplan soweit technisch und sicherheitstechnisch möglich aufrechterhalten wird. 

Der aktuelle Stand der Strategischen Gasreserve zum 24.08.2022, 06:00 Uhr beträgt 1,9 TWh. Ziel 7,7 TWh.

 

Gaslieferungen über den Knoten Baumgarten

Datenquelle: www.taggmbh.at

Entry Baumgarten 01.06-31.07
Entry Baumgarten 2022

Ak­tu­el­le La­ge der Gas­ver­sor­gung in Deutsch­land

www.bundesnetzagentur.de

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat am 23.06.2022 die Alarmstufe des Notfallplans in Deutschland ausgerufen (FAQ des BMWK zum Notfallplan Gas). Die Alarmstufe folgt auf die am 30.03.2022 ausgerufene Frühwarnstufe.

Aktuelle Meldungen

16.11.22: Gasversorgung: So steht es um Deutschlands Energiesicherheit – ZDFheute

Obwohl die Speicher aktuell voll sind, muss Deutschland Gas sparen. Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass der Verbrauch um mindestens 20 Prozent sinken muss – sofern Anfang 2023 die ersten LNG-Terminals in Betrieb gehen können und nicht so viel Gas wie sonst im Winter exportiert wird. Sonst könnte es zu einer Gasmangellage kommen.
Folgende Übersicht zeigt, wie viel Deutschland insgesamt, Haushalte und Gewerbe sowie Industrie in der zuletzt gemeldeten Kalenderwoche im Vergleich zu den Vorjahren verbraucht haben.

31.10.22: Wie lange reicht das Gas? Das sind die Szenarien für den Winter

Wie lange reicht das Gas? Das sind die Szenarien für den Winterlag der Gasverbrauch pro Tag im Schnitt bei 608 Gigawattstunden und damit 31 Prozent niedriger als in den gleichen Kalenderwochen der Jahre 2018 bis 2021 (881 Gigawattstunden), teilte die Bundesnetzagentur am Donnerstag in Bonn mit. Der Rückgang liegt am relativ warmen Wetter, aber auch an bewussten Einsparungen. „Das ist ermutigend, so müssen wir weitermachen“, sagte Netzagentur-Chef Klaus Müller. Die Industrie verbrauchte im Schnitt 1152 Gigawattstunden. Vor einem Jahr waren es knapp 400 Gigawattstunden mehr.

Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) forderte konsequentere Gaseinsparungen. „Die große Herausforderung wird nicht im Winter 22/23 bestehen, sondern wir müssen auch den Winter 23/24 meistern. Das wird eine größere Herausforderung werden“. In den nächsten Jahren werde Deutschland 30 Prozent im Vergleich zum Vorkriegsniveau einsparen müssen, wenn die ausgefallenen russischen Gasimporte ersetzt werden sollen. Quelle: Handelsblatt

20.10.22: Im schlimmsten Fall herrscht Gasmangel ab Februar

Die Gefahr, dass Deutschland im anstehenden Winter das Gas ausgeht, besteht fort. Die Bundesnetzagentur hat vier verschiedene Szenarien für die Gasversorgung in den nächsten Monaten berechnet. Bei zweien davon käme es in Deutschland zu einer Gasmangellage, selbst wenn die Einsparziele erreicht würden.

18.10.22: Hier stauen sich mit LNG befüllte Tanker, die Europa dringend erwartet

Dutzende Schiffe mit dem in Europa wegen ausbleibender russischer Energielieferungen heiß begehrten verflüssigtem Erdgas (LNG) stauen sich vor der spanischen Küste. Der Grund: Sie finden keine Stelle zum Entladen. Wenn der Rückstau nicht bald beseitigt wird, könnten sich diese Schiffe nach alternativen Häfen außerhalb Europas umsehen, um ihre Ladung loszuwerden, warnen Experten laut der Nachrichtenagentur „Reuters“.

16.10.22:

  • Talk of Euro natgas supply risk ebbing away as storage fullness rises and LNG continues to be shipped, fails to recognise this is just the start of a multi-year cycle of tightness. @ICISOfficial
    Q1’24 TTF not sliding as much as Q1’23 as next year risk comes into focus.

  • Die Bundesnetzagentur meldet mal steigenden, mal sinkenden Gasverbrauch privater Haushalte. Die Zahlen, auf die sie sich beruft, sind wenig aussagekräftig.
  • Der Chef der staatlichen russischen Gazprom prophezeit den Deutschen und den Europäern ungemütliche Winter: Bei einem starken Kälteeinbruch würden auch die fast gefüllten Erdgasspeicher nicht verhindern können, dass die Menschen frieren. “Der Winter kann relativ warm sein, aber dann wird es eine Woche oder fünf Tage lang ungewöhnlich kalt sein, und es ist möglich, dass ganze Städte und Landstriche, Gott bewahre, frieren werden”, sagte Alexej Miller am Mittwoch auf der Russian Energy Week in Moskau. An Tagen, an denen die Nachfrage im Winter am höchsten ist, könnten in Europa rund 800 Millionen Kubikmeter Erdgas pro Tag fehlen, was einem Drittel des Gesamtverbrauchs entspricht, sagte Miller unter Berufung auf nicht namentlich genannte Analysten. Quelle: Handelsblatt
  • Der Preis für Erdgas liegt aktuell bei 70,56 Euro/MWh (thermisch). Nur einmal dieses Jahr, am 18.02.022, war das Erdgas mit 69,37 Euro/MWh noch etwas günstiger.

12.10.22: The countries most at risk from Europe’s energy crunch

Quelle: www.economist.com

With winter approaching, Europe’s energy crisis is starting to bite. Consumers are worried about staying warm. Surveys show that businesses are being increasingly affected by soaring energy costs and weakening demand. The suspected sabotage of gas pipelines in the Baltic Sea, probably by Russia, has shown just how vulnerable Europe’s energy supplies remain. All this spells trouble for the economy.

The direct impact of potential gas and power shortages could force energy-intensive industries, including chemical plants and heavy industry, to temporarily shut down. Countries with insufficient import capacities for liquefied natural gas, such as Germany, and landlocked countries that previously relied heavily on piped gas from Russia, such as the Czech Republic and Slovakia, will be the hardest hit (see maps). Countries that typically rely on imports to meet electricity demand could also be at risk if power shortages in Europe spread across borders.

Europe, impact of gas shortages, forecast at October 2022

The secondary effect of tight energy supplies will spread the pain further. Global gas supplies will be constrained well into 2024, pushing prices higher. That will hit household incomes, lowering demand in the economy. Businesses may choose to reduce output to cut energy costs, which would then spread along supply chains to other sectors and countries. For example, a slowdown in Germany, Europe’s industrial heartland, would be felt by its suppliers in central and eastern Europe, too.

European leaders have been quick to react to the crisis, but they risk doing more harm than good. By introducing price caps and bailouts, politicians are trying to shield citizens and firms from the full impact of high-energy prices. But if the design of the policies reduces incentives to save energy, the outcome may well be higher energy prices for all, and increased risk of shortages. However one looks at it, the economic outlook for Europe is bleak.

30.09.22: Ein kleines Ventil könnte für großen Ärger sorgen.

Was eigentlich der Vorbeugung dient, könnte in diesem Winter für viele Menschen zum Problem werden. In vielen Fällen kann nur Fachpersonal das Ventil wieder öffnen, damit das Gas wieder fließt – wenn denn genug da ist. Schließen zudem Sicherheitsventile in ganzen Straßenzügen oder gar Stadtteilen, dürften die Handwerker kaum hinterherkommen. Die sogenannte Gasmangelsicherung schließt bei zu geringem Druck.

29.09.22: Bundesnetzagentur

  • Die Ereignisse an den Pipelines Nord Stream 1 und 2 haben keine Auswirkungen auf die Gasversorgung. Über Nord Stream 1 wird seit Anfang September ohnehin kein Gas mehr geliefert und Nord Stream 2 wurde nie in Betrieb genommen. Das Bundesministerium des Innern und für Heimat als zuständiges Ressort für Fragen von Sicherheit und Sabotageschutz ist mit den deutschen Sicherheitsbehörden und mit den dänischen und schwedischen Partnern im engen Kontakt zu den Ereignissen.
  • Im September finden zahlreiche Wartungsarbeiten an der europäischen Gasinfrastruktur statt, etwa in Belgien und Norwegen. Nach Einschätzung der Bundesnetzagentur (u.a. basierend auf Angaben der Marktbeteiligten) sind die Wartungsarbeiten für die Versorgungssicherheit in Deutschland nicht relevant. Potentielle, temporäre Rückgänge der Import- und Exportflüsse, die im Zusammenhang mit den Wartungen stehen, werden zum Teil direkt über andere Quellen ausgeglichen.

27.09.22: Es brauche 20 Prozent Einsparungen, um durch den Winter zu kommen

Klar sei, dass man mindestens 20 Prozent Einsparungen brauche, um durch den Winter zu kommen. Bereits wenige sehr kalte Wochen würden den Gasverbrauch durch die Decke gehen lassen. Für Entwarnung gebe es also keinen Anlass. „Alles hängt davon ab, wie wir auf die Temperaturen reagieren“, so Müller.

15.09.22

Gazprom produced 12.6bcm of natgas in the first two-weeks of September, a drop of 38% drop year on year.

Bundesnetzagentur: „Dürften erst über Gasmangel Bescheid wissen, wenn er nicht mehr aufzuhalten ist“; Der Chef der Bundesnetzagentur Klaus Müller kann einen Gasmangel in diesem Winter nicht ausschließen. „Wenn wir einen sehr kalten Winter bekommen, haben wir ein Problem“, sagt er. Sorge bereite ihm die schon jetzt steigende Nachfrage bei privaten Haushalten.

13.09.22: Gaseinsparungen

Making progress. Month-to-date September pan-European natgas demand about 16% below 5-year average. Saving about 138mcm/d. We need the saving to be about 300mcm/d in peak winter to achieve the EU’s 15% goal.

03.09.22: Gaslieferungen / Nordstream 1 🚨

Gazprom liefert derzeit Gas in die EU nur noch über das ukrainische Leitungsnetz (ca. 42 Millionen m3 pro Tag) und über Turkstream.

Gazprom seems to imply here that the only operating turbine at Nord Stream 1 pipeline can only be repaired now at one of (overseas) Siemens Energy specialised workshops, and until that happens, the pipeline won’t re-start (in other words, it’s down for good)

26.08.22: European natgas daily demand

currently ~11% lower than 5yr-ave. So we’re saving ~80mcm/d. But an 80mcm/d saving in ave peak winter is just equivalent to 4% of daily demand. To have a 15% cut in ave peak winter daily demand we need to save ~300mcm/d.

24.08.22: Neuer Gaspreisrekord

BREAKING: Benchmark European natural gas prices (Dutch TTF) rise above the €300 per MWh level. (that’s ~$87 per mBtu, or more than $500 per barrel of oil equivalent)

18.08.22: Global #natgas benchmark ICIS TTF

has continuously closed higher in the last four sessions, breaking records each day and on 18 August 2022 was valued at just over $71.00/MMBtu. Back in mid-August 2019 it was just $3.50/MMBtu.

15.08.22:

New all-time record high on closing benchmark ICIS TTF. Just over €221/MWh, up ~€10/MWh on the last record that has stood since 8 March. 🚨📈
This is Euro gas for delivery in September…

11.08.22: Lieferstopp realistisch!

30.07.22: Gaspreisindex stieg im Jahresvergleich um 323 Prozent

Der Österreichische Gaspreisindex (ÖGPI) zeigt weiter steil nach oben. Laut Energieagentur wird er im August im Vergleich zum Juli um 23 Prozent zulegen, gegenüber dem August 2021 liegt er gar um 323 Prozent höher. 👉 Das wird zu massiven wirtschaftlichen und sozialen Problemen führen!

17.07.22: 🚨 Russia’s Gazprom tells Europe gas halt beyond its control

Russia’s Gazprom has told customers in Europe it cannot guarantee gas supplies because of ‚extraordinary‘ circumstances, according to a letter seen by Reuters, upping the ante in an economic tit-for-tat with the West over Moscow’s invasion of Ukraine. The July 14 letter from the Russian state gas monopoly said it was retroactively declaring force majeure on supplies dating from June 14. The news comes as Nord Stream 1, the key pipeline delivering Russian gas to Germany and beyond, is undergoing annual maintenance meant to conclude on Thursday. Known as an ‚act of God‘ clause, force majeure is standard in business contracts and spells out extreme circumstances that excuse a party from their legal obligations.

12.07.22: 🚨 OMV erhält weiter nur ein Drittel des Gases aus Russland

Die OMV erhält auch heute weniger als ein Drittel des bestellten Gases aus Russland. Gasprom liefere 70 Prozent weniger als nominiert. Die Situation sei zu gestern unverändert. Zuletzt, seit Mitte Juni, hatte Gasprom ungefähr die Hälfte der bestellten Menge geliefert.

Siehe auch https://www.taggmbh.at/transportkapazitaeten/endpoint/baumgarten-entry/filter/overview/from/2022-07-12/to/2022-07-12/unit/kwhh

12.07.22: ⚠ Preisentwicklung

ICYMI: It isn’t just the spot price. Over the last few days, the whole European natural gas price curve has repriced at a much higher level. It’s now flashing extreme danger for next winter, through 2023 and, increasingly, into 2024.

11.07.22: 🚨 AUTLieferungen an Österreich

Auch die Lieferungen an Österreich hat Gazprom weiter gekürzt. Der österreichische Energieversorger OMV teilte am Montag mit, der russische Gasriese habe ihn darüber informiert, dass in Baumgarten nahe der slowakischen Grenze rund 70 Prozent weniger Gas ankomme als bestellt. Mitte Juni hatte Gazprom die Lieferung nach Österreich bereits um die Hälfte gesenkt.

11.07.22: 🚨 ITA: Russland hat die Gaslieferungen nach Italien um etwa ein Drittel reduziert.

03.07.22: 🚨 DEU: Netzagentur warnt vor ungleicher Gasversorgung

Die Gasflüsse sind derzeit in Deutschland laut Netzagentur mehr oder weniger gleichmäßig verteilt. Dreht Russland den Gashahn ab, würde sich das aber ändern. Wenn der Druck nur in einer Region deutlich falle, wären schlagartig Hunderttausende Gasthermen blockiert. 

„In dem Moment, in dem der Druck im Gasnetz in einer Region unter ein gewisses Mindestmaß fallen würde, würde auf einen Schlag in Hunderttausenden Gasthermen die Sicherung einspringen. Die müsste händisch von geschulten Fachkräften wieder freigeschaltet werden, wenn wieder Gas in der Region verfügbar wäre.“ Es gibt keine Erfahrungswerte, wie das Gasnetz reagiert, wenn statt aus dem Osten das Gas massiv aus dem Norden und Westen eingespeist wird. 

25.06.22: 🚨 DEU ruft Alarmstufe beim Gas aus

Der „Notfallplan Gas für die Bundesrepublik Deutschland“, der im September 2019 veröffentlicht wurde, regelt das Vorgehen, wenn sich die Versorgungslage in Deutschland deutlich zu verschlechtern droht – oder wenn dies bereits der Fall ist. Es gibt dabei drei Stufen: die Frühwarnstufe, die Alarmstufe und die Notfallstufe.

Wären die Speicher in Deutschland zu 100 Prozent gefüllt und würden wir einen durchschnittlichen Winter erleben, könnten wir uns bei einem Verzicht auf russisches Gas gerade mal 2,5 Monate versorgen. Dann wären die Speicher leer.

Gas-Mengengerüst von 06/22 bis 06/23

220623 - Speicherfüllstand Prognosen DEU

Österreich

Beim Gas in den Speichern weiß man allerdings nicht, wer der Inhaber ist. Es ist nicht gesagt, dass Händler das eingespeicherte Gas für Kunden in Österreich nutzen. Möglicherweise verkaufen sie es um viel Geld anderswohin. Ich habe das Gefühl, dass die deutsche Regierung das Problem ernster nimmt und seriöser an die Probleme herangeht. In Österreich war man bis vor ein, zwei Wochen eher beschwichtigend unterwegs – im Sinne von „Wir sind die guten Kleinen, uns wird schon nichts passieren“.

18.06.22: 🚨 Gaslieferstop Turkish Stream

Gazprom kündigt an, die Gaslieferung über die beiden Stränge der Turkish Stream durch das Schwarze Meer wegen Wartungsarbeiten zwischen 21. und 28. Juni völlig zu stoppen.

17.06.22: 🚨 Gaslieferstops | Explosion in Russland

👉 Russia’s biggest natural gas field is ablaze 🔥🧨 Flames goes hundreds of meters into the sky as a fire hits the Urengoy field in Russia’s North. The fire erupted after a pipeline burst near one of the production units. Like most of Russia’s natural gas fields, the Urengoy is connected with pipelines leading westwards.

👉 Gaslage 🔥 Russland drosselt seine Gaslieferungen nach Europa drastisch – insbesondere an jene drei Länder, deren Staats- und Regierungschefs eben in Kiew waren: Nach Deutschland sind die Lieferungen bereits zuvor um mehr als die Hälfte gedrosselt worden. Frankreich bekommt – auch deshalb – nun gar kein russisches Gas mehr. Und die Gaslieferung nach Italien und die Slowakei wurden inzwischen um 50 Prozent reduziert.

 15.06.22: 🚨 Nordstream 1 | LNG

Gazprom’s decision to further cut capacity on NordStream1 will have seismic ramifications for the European and global natgas market. With flows dropping to 67mcm/d it will be increasingly hard for storages to be refilled ahead of the winter.
European natural gas benchmark price up >40% over the last 48 hours. But sure, all was good for summer and we had too much gas.

Gazprom said it had to halt ANOTHER turbine at a compressor station connected to the Nord Stream pipeline, curbing natural gas supply to Europe even more Siemens is performing maintenance on them, but sanctions interrupted delivery

Asia’s Energy Crunch Turns From Bad to Worse on US Export Fire – Freeport outage expected to remove dozens of LNG cargoes – The stage is set for Asia and Europe to compete for spare LNG – Asian liquefied natural gas buyers are ratcheting up competition with Europe to secure spare supply as a series of outages threatens a shortage this winter.

🚨 Bundesnetzagentur besorgt wegen Liefersenkung

Erneut begründete Gazprom den Schritt mit Verzögerungen bei Reparaturarbeiten. Der Energietechnikkonzern Siemens Energy hatte daraufhin mitgeteilt, dass eine in Kanada überholte Gasturbine aufgrund der Russland-Sanktionen derzeit nicht aus Montréal zurückgeliefert werden könne. Die neuerliche Reduktion auf 67 Millionen Kubikmeter bedeutet eine Drosselung um rund 60 Prozent innerhalb von zwei Tagen. Wenn Gazprom über Wochen nur 40 Prozent durch Nord Stream 1 liefere, bekomme Deutschland ein Problem. 

Für Deutschland ist Nord Stream 1 die Hauptversorgungsleitung mit russischem Gas. Zuvor war schon die Leitung Jamal-Europa, die durch Polen führt, nicht mehr befüllt worden. Reduziert ist auch die Durchleitung von russischem Gas durch die Ukraine.

 

14.06.22: 🚨 Extended Freeport outage

Oh dear! Freeport LNG says that its plant hit by a fire last week won’t resume full operations until „late 2022“, with „partial“ operations resuming perhaps in 90 days. US gas prices to drop, but expect global LNG prices to soar | #OTNG Full statement: https://prnewswire.com/news-releases/freeport-lng-provides-update-on-june-8-incident-at-its-liquefaction-site-301567658.html

Extended Freeport outage already on ICISOfficial Global #LNG Supply & Demand Forecast.

13.06.22: ⚠ Mehrere Tage kein Gas via Nord Stream 1 wegen Wartung

Wegen planungsmäßiger Wartungsarbeiten wird durch die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 1 im Juli über mehrere Tage kein russisches Gas nach Deutschland fließen. Beide Leitungen des Doppelstrangs sollen vom 11. bis 21. Juli abgeschaltet werden, heißt es auf der Internetseite des Betreibers. Entsprechende vorübergehende Stilllegungen gab es schon in den Vorjahren.

09.06.22: 🚨 Fire at Key US Gas Export Terminal a Blow for Fuel-Starved World 🚨

www.bloomberg.com

An explosion that will keep a major US liquefied natural gas export terminal shut for weeks will cut vital supplies to Europe, which is already struggling with uncertainty around flows of the fuel from Russia. Almost a fifth of all overseas shipments of gas from the US went via the terminal last month. The US sent nearly three-quarters of its LNG to Europe in the first four months of the year, with the region now getting almost half of its supplies of the power-station, heating and industrial fuel from across the Atlantic. LNG buyers will probably start hunting for replacement shipments from the spot market, but there is a dwindling amount of supplies available, according to traders in Asia.

08.06.22: DEU: Gesetz zur Begrenzung der Erdgasverstromung beschlossen

Die Bundesregierung hat ein Gesetz verabschiedet, das den Einsatz von Erdgas in Kraftwerken in Notsituationen erschweren soll. Teil der Regelungen ist zudem eine Ausweitung der Kohlereserve. Mit dem Ersatzkraftwerkebereithaltungsgesetz rüstet sich die Bundesregierung für den Fall, dass Erdgaslieferungen aus Russland wegfallen. Sollte dieses Szenario eintreten, will die Regierung verhindern, dass das dann knappe Gas in der Stromerzeugung landet und plant dafür eine Pönale (energate berichtete).

17.05.22: DEU: Netzagentur gibt Abschaltreihenfolge in Gasnotlage bekannt

Haushalte dürfen auch im Fall eines russischen Gaslieferstopps darauf vertrauen, weiter mit Gas versorgt werden. Das sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, der FAZ (Mittwochsausgabe). Bei Großverbrauchern aus der Industrie würden unterdessen bei einer Gasnotlage sechs Kriterien über eine Abschaltung entscheiden. Geschützt seien alle Gewerbebetriebe bis zu 1,5 Millionen Kilowattstunden im Jahr, darunter Bäckereien oder Supermärkte. Hingegen müssten sich Freizeiteinrichtungen als erstes auf Abschaltungen einstellen. Auf die genannte Gruppe mit mehr als 10 Megawattstunden entfalle ein Großteil des gesamten industriellen Gasverbrauchs in Deutschland. Das sind etwa 2.500 Betriebe. Ein weiterer Aspekt seien die Vorlaufzeiten, einige Firmen brauchten mehr Zeit, um geordnet herunterzufahren. Außerdem gehe es um die volks- und betriebswirtschaftlichen Schäden: „In der Keramikindustrie etwa erstarren die Produktionsanlagen und gehen kaputt, wenn das Gas fehlt. Wir berücksichtigen auch die Kosten und die Dauer für die Wiederinbetriebnahme.“ Ein wichtiges Kriterium sei schließlich die Bedeutung der Versorgung für die Allgemeinheit. Das spielt zum Beispiel bei Lebensmitteln oder Medikamenten eine Rolle. Es sei leider nicht möglich, diese Kriterien in eine eindeutige Reihenfolge zu bringen. „Es gilt bei geringstmöglichem Schaden die in der konkreten Situation schnellstmögliche Lösung zu finden. Einfach wird das nicht.“

15.05.22: Gasembargo würde Österreich bis zu 17 Milliarden Euro kosten

Agenda Austria: Österreichs Energieversorgung ist ohne die Gaslieferungen Russlands derzeit nicht darstellbar. Nach Daten der Statistik Austria steuern heimische Förderstätten (etwa im Wiener Becken oder im Alpenvorland) nicht einmal zehn Prozent des Bedarfs bei. Andere europäische Partner könnten so kurzfristig nicht in diesem Umfang einspringen. Der Umstieg auf andere Energieträger würde erhebliche Investitionen erfordern und lange dauern. Dazu kommt, dass der Wirkungsgrad vieler Produktionsanlagen erheblich sinken würde, wenn sie mit Strom statt mit Gas betrieben werden müssten. 

Einen herben Dämpfer erleidet die Wirtschaft in allen drei Szenarien. Die optimistische Annahme führt zu einem Rückgang der realen Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr um 1,5 Prozentpunkte. Im mittleren Szenario sinkt das BIP heuer um 2,4 Prozentpunkte. Im Worst Case bricht die Wirtschaft um 4,5 Prozentpunkte ein. Das entspricht einem Gegenwert von fast 17 Milliarden Euro, annähernd 80.000 Menschen würden arbeitslos werden.

Die schwerste Last werde im Falle eines Gasembargos die Industrie tragen müssen, schreiben die Autoren. Papierherstellung, Metallerzeugung und Chemie wären in einem ersten Schritt unter den Hauptbetroffenen. Wo Erdgas als Vorprodukt eingesetzt wird, kann es gar nicht ersetzt werden. Das gilt etwa für Teile der Düngemittelproduktion. Andere Branchen könnten Gas zwar kompensieren, aber nur mit erheblichem Aufwand und nicht sofort.

Siehe auch https://www.saurugg.net/2020/blog/krisenvorsorge/wie-robust-sind-die-oesterreichischen-lieferketten

11.05.22: Ukraine grid operator stopped receiving gas at key entry point

For the first time since Russia invaded Ukraine, the war is affecting the flow of natural gas into Europe. Ukraine said it can’t receive gas via Sokhranivka, and Gazprom declined the request to shift into Sudzha (but it looks like some volume shifted) www.bloomberg.com

30.04.22: Ohne russisches Gas wird die Versorgung im Sommer eng

FAZ: Was wäre, wenn Russland am Sonntag die Gaslieferung einstellt? Kölner Energieforscher erwarten dann schon rasch Eingriffe – und nicht erst im Winter.

28.04.22 – Gassituation

Russia’s decision to cut gas to Poland and Bulgaria is a decisive turn in this war. Maybe this is brinkmanship and flows will be restored. But we must assume the worst. As we process this info, here are some graphs I use to ground myself. No comments—just data on gas in/out.

I would be more comfortable sanctioning Russian gas (even better: oil) if we had a real plan to make it through the next few years. We don’t. We should.

28.04.22 – Große Sorge in Bayern: Deutscher Gasspeicher in Österreich ist fast leer

Ein deutscher Speicher auf österreichischem Boden: Der Gasspeicher Haidach in der Nähe von Salzburg war schon immer eine Besonderheit. Weil der russische Staatskonzern Gazprom dort den Gasfluss kontrollierte, steht der Speicher fast leer. Jetzt warnt Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger: Der Freistaat braucht die Kapazitäten dringend für den kommenden Winter. Der zweitgrößte Gasspeicher Mitteleuropas steht in Österreich – und hat mit Österreich beinahe nichts zu tun. Doch Zugriff auf das dortige Gas hat: Deutschland. Denn Haidach ist an das deutsche Gasnetz angeschlossen, nicht an das österreichische. Die RAG Austria ist nur für den technischen Betrieb der Lagerstätte zuständig.

Nach Angaben des Verbands der Europäischen Gasspeicher-Betreiber ist einer der beiden Speicher in Haidach fast komplett leer, der andere nur zu knapp 17 Prozent gefüllt. Und Deutschland hat keinerlei Handhabe, um die Speicher wieder aufzufüllen. Zwar hat die Bundesregierung ein Gesetz erlassen, das ab diesem Sommer Mindestfüllmengen für Gasspeicher vorschreibt. Aber das Gesetz gilt eben nur für Speicher auf deutschem Boden. Aus dem Lager in Haidach speist sich die sogenannte Austria Bavaria Gaspipeline (ABG), die das Gas dann in den Freistaat bringt. Ein bedeutender Abnehmer ist die 40 Kilometer entfernte bayerische Grenzstadt Burghausen mit dem sogenannten „Chemiedreieck”, eine der wichtigsten Industrieregionen Bayerns. Der Netzpunkt Haidach sei “für die unterbrechungsfreie Versorgung des Standorts entscheidend”.

Aus geografischen Gründen werden die beiden westösterreichischen Bundesländer Tirol und Voralberg sogar komplett mit Gas aus Deutschland versorgt.

13.04.22 – Gasfluss nach Europa sinkt

GAS MARKET: Russian natural gas flows via Ukraine into the European Union have fallen **significantly** over the last two days. For now, it appears to be buyer-driven, as EU utilities reduce off-take from Gazprom as spot prices are under their long-term price index. Russian flows via Ukraine at the Velke Kapusany station (Slovakia border) have fallen 45% in the last two days. Flows via NordStream 1 remain unchanged, however. Nothing is flowing into Europe via the Yamal pipeline (Mallnow station).

30.03.22: Habeck ruft Frühwarnstufe im Notfallplan für die Gasversorgung aus

Quelle: spiegel.de

Deutschland bereitet sich auf ein Ende der Erdgaslieferungen durch Russland vor. Wirtschaftsminister Habeck hat die Vorwarnstufe in einem Notfallplan für die Gasversorgung gestartet.

Hintergrund des radikalen Schrittes ist das Ultimatum des Kreml, dass Energielieferungen ab April ausschließlich in Rubel und nicht in Euro oder Dollar gezahlt werden. Habeck hatte dies nach einem Treffen mit den Energieministern der G7-Staaten am Montag abgelehnt. Ein russischer Regierungssprecher hatte postwendend erklärt, dass man dann die Lieferungen einstellen wolle. Ob Moskau diese Drohung wahr macht, ist unklar. Der Bundeswirtschaftsminister hat sich allerdings dazu entschlossen, mit der Frühwarnstufe alle Möglichkeiten zu schaffen, sich auf diese Lage einzustellen.

Der »Notfallplan Gas« basiert auf einer EU-Verordnung von 2017, die Maßnahmen festlegt, um die Gasversorgung zu sichern. Darin sind drei Eskalationsstufen festgelegt: eine Frühwarnstufe, die Alarmstufe und die Notfallstufe. Die Frühwarnstufe kann ausgerufen werden, wenn es konkrete, ernst zu nehmende und zuverlässige Hinweise auf ein mögliches Ereignis gibt, welches wahrscheinlich zu einer erheblichen Verschlechterung der Gasversorgungslage führt.

Im Falle eines Lieferstopps drohen der deutschen Wirtschaft hohe Schäden. Deren Verbandsvertreter erwarten die stärksten Auswirkungen, die es jemals seit dem 2. Weltkrieg gegeben hat.

18.03.22 – Bund arbeitet an Abschaltplan für Industrie bei Gas-Lieferstopp

Die Wirtschaft fürchtet den Ausfall russischer Gaslieferungen. Politik und Industrie überlegen bereits, welche Unternehmen zuerst vom Netz müssen. Für Wirtschaft und Politik ist ein Ausfall der Gaslieferungen aus Russland im Zuge des Ukrainekriegs ein Schreckensszenario. Aktuell deckt russisches Gas schließlich rund die Hälfte des deutschen Bedarfs.

14.03.22 – Energieversorger in MV bereiten sich auf Gas-Krise vor

Energieversorger in Mecklenburg-Vorpommern treffen Vorkehrungen für eine mögliche Gas-Krise wegen des Ukraine-Krieges. Nach NDR-Informationen haben sie Großkunden Fragebögen zugeschickt, in dem auch nach der System-Relevanz der Abnehmer gefragt wird.

Der Geschäftsführer von Gasnetz Vorpommern, Volker Höfs, sagte dem NDR, es gehe darum vorbereitet zu sein. „So wie jeder Bürger machen auch wir uns Gedanken, was könnte passieren, wenn Russland die Erdgasversorgung einstellt.“ Bei einer Krisenlage müsse auch die Frage beantwortet werden, wie notwendig die Gas-Versorgung für einzelne Abnehmer sei.

06.02.22

Two Ways a War in Ukraine Affects Europe’s Gas: Inside NATO headquarters in Brussels, senior officials gathered last week to think the unthinkable: What would happen to Europe if Russia — by far its largest supplier — cuts off the flow of natural gas westward?

Every day, Europe buys almost 40% of the gas it consumes from Gazprom, the Russian-state owned giant. In 1968, Austria became the first Western European country to sign a contract to buy Russian gas. Since then, the trade has withstood political and economic upheavals, including the depths of the Cold War and the collapse of the Soviet Union.

At least, until now. The threat of military conflict in Ukraine has turned natural gas into a weapon of mass disruption.

If Russia invades Ukraine, gas will be snarled by military action one way or another — perhaps even by accident as pipelines and other pieces of infrastructure are hit. But if the campaign is swift and Moscow’s objectives met quickly, Europe may be able to withstand even physical damage to pipelines in Ukraine. Europe is in a far better shape today to respond to a crisis if only gas passing through Ukraine is involved. For a limited period, Europe could cope with a shutdown of Ukraine-transit gas through a combination of higher LNG imports, and further withdrawals of the commodity from storage. If the weather remains mild, demand would be even lower. Austria and Slovakia are however in far worse shape (their inventories stand at 22.7% and 32.5%, respectively), and would require significant help from their neighbors.

When European regulators war-gamed potential gas disruptions in November, they analyzed 19 scenarios, with several permutations for each. But they didn’t contemplate what would happen if all Russian flows ceased. Why? Because it isn’t pretty, and, effectively, there aren’t workarounds. If that happens, there’s simply no way the continent would be able to avoid unimaginable economic pain and blackouts.

03.02.22

Ausspeisekraft der Gasspeicher sinkt: Der Druck in Erdgasspeichern nimmt bei Füllständen unter 50 Prozent stetig ab. Dadurch sinkt auch die Geschwindigkeit, mit der sie Gas ins Netz speisen können. Wenn die deutschen Speicher weiterhin rasch geleert werden, kann die Ausspeicherleistung in den kritischen Bereich fallen, obwohl noch Gas darin ist.

31.01.22

220131-Gasspeicher Europa

27.01.22

EUROPEAN ENERGY CRISIS:The forward European natural gas market is starting to price trouble beyond this year, with increasingly higher prices for 2023, 2024 and even beyond. My latest @bopinion https://bloomberg.com

27-Jan-22: Russia Velke #natgas noms back to 42mcm from Ukraine, having touched 57mcm on Wed. Mallnow reverse to Poland slides again to lowest in more than 2 weeks, to 16mcm. Should be last day of Karsto in Norway outage of ~6mcm.

25.01.22

Säbelrasseln zwischen Russland und Ukraine – müssen die Gaskunden zittern? Die Energiepreise könnten im Kriegsfall weiter in die Höhe schnellen. Dass Wohnungen kalt bleiben würden, glaubt man bei der E-Control aber nicht.

„In Europa sind aufgrund leidvoller Erfahrungen in der Vergangenheit Vorkehrungen getroffen worden, um mit solchen Ereignissen fertig zu werden“, Leiterin der Gasabteilung in der Regulierungsbehörde E-Control, Carola Millgramm. „Wir hatten eine vergleichbare Situation 2009 schon einmal. Der Gasfluss aus Russland war wegen Auseinandersetzungen um den Transitvertrag mit der Ukraine für ein paar Tage unterbrochen. Wir hatten das damals im Griff und würden dies auch jetzt schaffen.“

Anders als 2009 sind jetzt aber die Füllstände der Speicher in Europa deutlich niedriger. Zu Wochenbeginn etwa waren alle Speicher zusammen nur zu gut 43 Prozent gefüllt, die Speicher in Österreich wiesen mit 26,01 Prozent überhaupt den niedrigsten Stand aller EU-Länder auf, wobei es auch da zum Teil eklatante Unterschiede gibt.

Die von der OMV Gas Storage GmbH, einer Tochter des heimischen Öl-, Gas- und Chemiekonzerns, betriebenen Speicher sind zu 33,56 Prozent gefüllt. Sie weisen damit den höchsten Füllstand aller Speicher in Österreich auf. Die dem russischen Konzern Gazprom gehörenden Speicher Astora und GSA sind zu 27,83 bzw. 8,72 Prozent gefüllt statt zu 50 Prozent und mehr in „Normaljahren“.

„Man darf nicht nur auf die Prozente schauen, sondern muss die absolut eingespeicherten Mengen betrachten“, sagt die Gasexpertin. Die Speicherkapazitäten seien gegenüber 2009, als sich Russland und die Ukraine ebenfalls in den Haaren lagen, deutlich ausgeweitet worden. Den Uniper Energy Storage, in dem 5,3 Terawattstunden (TWh) Gas eingelagert sind, habe es 2009 noch gar nicht gegeben. Auch andere Speicher seien in der Zwischenzeit erweitert worden.

Zum Vergleich: Derzeit sind in allen österreichischen Speichern zusammen knapp 25 TWh Gas eingelagert. Das entspricht 2,6 Milliarden Kubikmeter oder gut einem Viertel des österreichischen Bedarfs.

20.01.22

Gazprom hat für Februar keine Lieferung durch Pipeline nach Deutschland gebucht – Nach übereinstimmenden aktuellen Berichten hat der russische Gaskonzern Gazprom für den Monat Februar keine Förderkapazität über die Yamal-Pipeline gebucht, die über Belarus und Polen führt, und im brandenburgischen Mallnow ankommt. Bereits im Januar ist sie laut dem Experten Tom Marzec-Manser trotz Buchung gar nicht genutzt worden für den Transport von Gas nach Deutschland. Andererseits sei über die südlich durch die Ukraine verlaufende Pipeline, die im slowakischen Velke Kapusany ankommt, eine Aufstockung der Transportmenge gebucht worden. Velke sei im Januar deutlich weniger genutzt worden als vorher gebucht – daher wird es laut Tom Marzec-Manser interessant sein zu sehen, was im Februar passieren wird.


Gaswirtschaft bereitet sich auf Engpassmanagement vorIn Brüssel ist am 19. Januar kurzfristig die Gas Koordinierungs-Gruppe (GKG) der Europäischen Union zusammengetreten. Dabei spielte auch die Lage in der Ukraine eine Rolle.


20-Jan-22: Norway #natgas production improves again, with only 18mcm under outage. Russia supply remains low but stable. Oodles of #LNG – already monthly record US to UK. By month-end could also be record US to France.

Der wöchentliche Blick auf die #Jamal-Pipeline: Situation unverändert, seit einem Monat liefert #Russland jetzt kein #Gas mehr über diese Verbindung. Historisch, das gab es noch nie. Unten der Übergabepunkt #Mallnow, Flussrichtung #Deutschland. Fast das identische Bild am Übergabepunkt #Kondratki an der Grenze von #Belarus und #Polen. Auch hier keine #Gas-Lieferung aus #Russland über die #Jamal-Pipeline. Daten aus dem Transparenzportal von @ENTSOG transparency.entsog.eu

220120 - Jamal Pipline

220120 - Jamal Pipline 2

18.01.22

18-Jan-22: Yet more unplanned #natgas outages in Norway, by my count around 115mcm (~33% of capacity) could be offline today. Nyhamna and Kollsnes processing plants partially and ½ of Skarv field too. Russia supply much the same, with Velke again at 27mcm.

17.01.22

17-Jan-22: Norway still has ~40mcm under unplanned outage. Russia #natgas to Velke still chugging at 27mcm. Monthly pipe capacity auction day, although as we all know bookings ≠ flow!

15.01.22

European Gas Prices Jump After Collapse Of Russia’s Talks With US And NatoThe news pushed the benchmark European gas contract almost 25 per cent higher over the last two sessions to reach €90 per megawatt hour. Traders fear these geopolitical tensions will constrain Russia’s gas exports to the continent, just at the time when inventories have shrunk to the lowest level on record for the time of year. A temporary outage at a large Norwegian gasfield has added to market nerves. Traders said gas demand would also likely rise in the coming weeks after France’s EDF revised down its planned nuclear power output on Friday, which should lead to more gas being burnt for power generation. 


15-Jan-22: Almost 43mcm (~12%) of Norway #natgas production now under unplanned outage. Issues at Troll joined by Skarv and Sleipner. Fri Russia flows continue to deliver slightly above noms at Velke, but Sat nom remains 27mcm.

13.01.22

EUROPEAN ENERGY CRISIS: European gas storage has now dropped below the 50% level, the earliest the half-empty mark has ever been reached, beating the previous record by 7 days (and usually, it doesn’t happen until early-to-mid Feb). According to data from @GIEBrussels released on Thursday evening, European natural gas storage has now dropped to 49.33% of total capacity. Despite mild weather so far this winter, the continent is drawing on storage to offset severely low Russian gas flows into Europe. Javier Blas

11.01.22

„Wir laufen in eine Lücke“ – Warum sich die Gaskrise immer weiter zuspitztDie Gasbranche stellt Industriekunden auf Lieferunterbrechungen ein. Und auch Privatkunden können die Folgen der leeren Speicher zu spüren bekommen. Die angespannte Lage auf dem Gasmarkt wird für große Verbraucher aus der Industrie immer bedrohlicher. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass in diesem Winter Verträge mit unterbrechbaren Lieferungen gezogen werden“, sagt Timm Kehler, Chef des Branchenverbands „Zukunft Gas“, dem Handelsblatt.

Sehr niedrige Zuflüsse aus Russland und ein ungeplanter Ausfall an norwegischer Gasinfrastruktur gaben dem Frontmonat Gas in der vergangenen Woche auftrieb. Die Zuflüsse über die durch Polen verlaufende Pipeline lagen in KW1 bei Null, die Zuflüsse über die Ukraine lagen 70 % niedriger als einen Monat zuvor. Der Füllstand europäischer Gasspeicher sank dadurch auf 55 %. Strommarktanalyse KW 1

10.01.22

Europe continues to get very lucky with the weather (related to gas and electricity prices). A bit colder than usual the next few days, but just a touch. Russia, meanwhile, is keeping gas supply really tight into Europe (or, as Gazprom officials would put it, Russia is meeting contracted volumes, and none is asking for more). Russian gas hasn’t flown into Germany via the Yamal-Europe pipeline for a record 21 consecutive days. Quelle: Javier Blas

220110 - Jamal Pipline

31.07.21 – Gazprom schraubt Gaspreise für Europa in die Höhe

Quelle: www.derstandard.at

Moskau verknappt bewusst den Ukraine-Transit, um Nord Stream 2 zu forcieren. Es gibt aber auch noch weiter Gründe für die hohen Preise.

Die Vorräte in Europas Gasbehältern schrumpfen. Österreichs Erdgasspeicher etwa sind so leer wie noch nie, laut der österreichischen Energieagentur sind sie derzeit gerade noch zu 30 Prozent gefüllt, während sie sonst im Durchschnitt zu zwei Dritteln voll sind. Auch in Deutschland sind die Gasvorräte deutlich unter Normalniveau. Die Situation ist auch in anderen Ländern ähnlich. So sind europaweit die unterirdischen Speicher nur zu 53 Prozent gefüllt. Im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 80 Prozent, durchschnittlich sind es rund 70 Prozent.

Das wirkt sich auf die Preise aus: Mit 484 Dollar pro 1000 Kubikmeter Gas erreichten die Spotpreise für den Rohstoff am virtuellen Handelspunkt TTF (Title Transfer Facility) in den Niederlanden ein neues Allzeithoch. Die Futures für August lagen mit 491 Dollar für 1000 Kubikmeter Gas sogar noch etwas höher.

Für den rasanten Anstieg der Gaspreise gibt es mehrere Gründe: So sind die Lieferungen von LNG-Gas in den letzten Wochen deutlich gesunken. Im Vergleich zum Juni wurden im Juli zwölf Prozent weniger LNG-Gas (rund eine Milliarde Kubikmeter) in die europäischen Terminals eingespeist. Im Jahresvergleich beläuft sich das Minus gar auf 22 Prozent, da alle verfügbaren Ressourcen nach Asien gehen.

Hintergrund ist eine Hitzewelle in Asien, aufgrund deren der Strombedarf durch den massenhaften Einsatz von Klimaanlagen deutlich gestiegen ist. In Asien ist Gas damit noch einmal um 70 Dollar pro 1000 Kubikmeter teurer als auf dem Alten Kontinent.

Doch das Gaspreishoch ist auch auf fehlendes Pipelinegas zurückzuführen. Hier spielt der Streit um Nord Stream 2 eine Rolle. Die Pipeline ist Betreiberangaben zufolge zu 99 Prozent fertig. Im Oktober könnten über den ersten Strang der insgesamt 55 Milliarden Kubikmeter fassenden Leitung erste Lieferungen über die Ostsee kommen.

Noch vor Inbetriebnahme trocknet Gazprom aber den Transit durch die Ukraine, einst Hauptversorgungsstrang für Gas aus dem Osten, aus. Die Transgas-Trasse hat eine Kapazität von 120 Milliarden Kubikmetern pro Jahr. 2019 flossen immerhin noch 89,6 Milliarden Kubikmeter durch. Heuer sollen es nur noch 40 Milliarden Kubikmeter sein.

Mit dem künstlich geschaffenen Engpass sichert Gazprom seinem neuen Pipelineprojekt eine gute Ausgangsposition. Denn die Nachfrage bleibt so auch in den nächsten Monaten noch sehr hoch. Ein optimaler Start für Nord Stream 2.

Eine Entspannung erst mit dem Ende der Heizperiode im nächsten Frühjahr oder der Inbetriebnahme neuer Lieferkapazitäten voraus.

 

01.09.21 – Gas-Großhandelspreise fünf Mal so hoch wie vor einem Jahr

Quelle: Österreichische Energieagentur

Gas-Großhandelspreise steigen im Vergleich zum Vormonat August um 21 % – Der Österreichische Gaspreisindex (ÖGPI) steigt im September 2021 im Vergleich zum Vormonat August um 21,1 %. Gegenüber September 2020 liegt er um 408,6 % höher. Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Index steigt im September 2021 auf 165,77 Punkte. In den vergangen zwölf Monaten lag der ÖGPI im Schnitt bei 88,00 Punkten.

Gaspreisindex

 

24.10.21: Winter Crisis Raises Prospect of Energy Blockades in Europe

Quelle: www.bloomberg.com

Cold weather could spur governments to halt energy flows – Irish grid stopped power flows to U.K. already this winter – Europe’s heading into winter facing an unprecedented energy squeeze.

If the shortages worsen, European governments could resort to curbing sales of natural gas and power to other regions. An even more extreme scenario could see them halt flows to one another, triggering a political and economic crisis.

“If it gets very cold, even within Europe you will see countries say: ‘I have the gas inside my borders and I am going to pass an urgent safety measure that no one can export for the next two weeks’,” said Marco Alvera, chief executive officer of Italian energy-infrastructure company Snam SpA. “I have been threatened in several countries over the last 20 years. Political priority is to keep your constituency.”

The European Union’s gas tanks are around 77% full. That is way below what’s normal for this time of year and leaves members especially vulnerable if the winter is severe.

More than once this winter, the Irish grid operator has shut interconnectors that send wind power to mainland Britain. Ireland has said its shortages are so severe that it could be at risk of blackouts.

Countries such as the U.K., Belgium, Spain and Portugal face the added problem of low gas-storage capacity.

Germany faces the worst risk of disruption this winter because it uses a lot of energy and its storage is quite empty.

Storage Down

 

11.11.21

Lukaschenko droht EU: „Und wenn wir das Gas abstellen?“ Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat damit gedroht, den Gastransit nach Europa zu unterbrechen, falls die EU ihre Sanktionen ausweitet.

07.12.21

In KW48 gingen die europäischen Speicherstände laut Gas Infrastructure Europe um 3 % auf 67 % zurück. Vor einem Jahr wurde der Speicherstand bei 87 % angegeben.

08.12.21

ad-hoc-ticker Information about possible restrictions for Gersteinwerk I ond Kl: In order to supply the units, only interruptible capacity is available in the gas transmission system. Accordingly, the gas transmission system operator is allowedto interrupt the gas supply on the basis of its general terms and conditions. Due to the increased risk of an interruption during this winter, RWE cannot guarantee the availability.If concrete information is available, RWE will publish the unavailability occordingly.

10.12.21

Beim Erdgas haben die Preise für Dezemberlieferungen einen Rekordstand von 74,21€ erreicht und bleiben bis in den März hinein hoch: 94,80€ im Januar, 94,60€ im Februar und 87,80€ im März. Erst im April sinken sie auf 51,40€. Die Gas- und Strompreise in Europa bleiben also den ganzen Winter über hoch und könnten im Falle einer anhaltenden Kältewelle sogar noch weiter steigen.

11.12.21

Die vom russischen Präsidenten Wladimir Putin Ende Oktober angekündigte Liefermengenerhöhung lässt sich bisher nicht am Füllstand der Gasspeicher ablesen. So waren die deutschen Speicher der Firma Astora, einer Tochtergesellschaft des russischen Staatskonzerns Gasprom, am Mittwoch (8.12.) insgesamt nur zu rund 18 Prozent gefüllt. In Österreich sind die Speicher zu gut 41 Prozent gefüllt, Anfang November waren es noch 56 Prozent.

Gasprom hatte am 9. November mitgeteilt, mit der Gaseinspeisung in fünf europäische unterirdische Anlagen begonnen zu haben. Am 8. November waren die deutschen Gasprom-Speicher einer Übersicht der europäischen Speicherunternehmen zufolge noch zu 22 Prozent gefüllt.

19.12.21

Die deutschen Gasspeicher sind aktuell 22 Prozent weniger gefüllt als üblich. Während ein Energieverband beteuert, die Gasversorgung für Privathaushalte sei dieses Jahr sicher, gibt es an anderer Stelle schon Alarmzeichen für empfindliche Knappheiten. „In den vergangenen fünf Jahren lag der Füllstand der deutschen Gasspeicher zu dieser Zeit im Schnitt bei rund 80 Prozent“, sagt Sebastian Bleschke, Geschäftsführer der „Initiative Energien Speichern“ (INES), einem Verein der wichtigsten deutschen Speicherbetreiber: „Aktuell bewegen wir uns mit einem Füllstand von rund 58 Prozent auf einem zu Winterbeginn historisch niedrigen Niveau.“ Bleibt es bei den aktuellen Entnahme-Raten aus den 46 deutschen Kavernen- und Porenspeichern, fällt der Füllstand bis Februar auf nur noch 30 Prozent. Damit wird der Druck in den Reservoirs so niedrig, dass nur noch geringere Tagesmengen ausgespeichert werden können, obwohl zu diesem Zeitpunkt immer noch eiskalte Winterwochen bevorstehen könnten. Die Welt

🚨 Die russischen Erdgasflüsse über die Jamal-Europa-Pipeline sind am frühen Sonntag noch weiter auf nur noch ein Rinnsal gesunken (ein riesiger Rückgang im Vergleich zu Dezember 2020). Das Diagramm ist die Flüsse an der Messstation Mallnow an der polnisch-deutschen Grenze. Javier Blas

Die transnationale Gaspipeline Jamal-Europa führt von Nordwestsibirien über Weißrussland und Polen nach Frankfurt (Oder). Im vergangenen Jahr ging rund ein Fünftel des gesamten nach Westeuropa gelieferten Erdgases über Weißrussland.

21.12.21

European natural gas prices rise further as freezing weather arrives – European energy prices surged again on Monday as temperatures dropped and flows of natural gas through a key Russian pipeline fell to the lowest level in more than a month. Derivatives linked to TTF, Europe’s wholesale gas price, rose as high as €148.50 per megawatt hour on Monday, up from a record high closing price of €136/MWh last week.

European gas prices have jumped more than 600 per cent since January and are now exceeding record highs set in October.

Flows through the Yamal-Europe pipeline, one of the three routes Russia’s state-owned Gazprom uses to supply piped natural gas to north west Europe, dropped to 6 per cent of capacity on Saturday and 5 per cent on Sunday.

The Yamal route through Poland, which is the smallest of the three pipelines, is currently responsible for roughly 10 per cent of Russian gas supply into north west Europe.

The drop in supply on the Yamal route could be explained by unseasonably cold temperatures, which have reached minus 25 Celsius in western Russia and close to minus 50C in East Siberia.

22.12.21

Rekordpreise locken Gastanker nach Europa – Der Gaspreis in Europa ist im Verlauf eines Jahres extrem in die Höhe geschnellt – der heimische Gaspreisindex liegt etwa bei 515,1 Prozent. Die aktuellen Rekordpreise locken nun auch Flüssiggastanker nach Europa. Einige, die nach Asien unterwegs waren, ändern mitten während der Fahrt den Kurs und kehren teils sogar um. Am Dienstag sprangen europäische Gaspreise um 23 Prozent auf den Rekordpreis von 182 Euro pro Megawattstunde. Zuvor war bekanntgeworden, dass Russland die Belieferung über die „Jamal-Europa“-Pipeline gestoppt hat. Ähnlich dramatisch wie in Kontinentaleuropa ist die Lage in Großbritannien, das 40 Prozent der Elektrizität aus Gas gewinnt. Auch geheizt wird überwiegend mit Gas. Shell schickte sieben LNG-Tanker von Peru nach Großbritannien. Die Gaspreise stiegen seit Jahresbeginn um rund 650 Prozent – Preise, die mehrere Energieversorger in den Bankrott trieben.

24.12.21

These are the current European gas stocks vs the previous years, ranked by size. 4 of the 5 largest are at their lowest levels in years. Quelle: EnAppSys – Energy Insight

EnAppSys - Energy Insight - Gasspeicherstand

29.12.21

European Natural Gas Prices Drop – European gas prices slumped for a sixth day, the longest losing streak in more than a year, as cargoes of the liquefied fuel head to the continent just as industrial shutdowns and warm weather curb demand.

European gas prices surged more than 400% this year, with Russia limiting extra flows at a time when demand was rebounding. While prices have slumped over the past week, they are still more than five times higher than the average of the past five years. The LNG relief may also prove short-lived, with geopolitical tensions and Russian pressure to get its controversial Nord stream 2 pipeline to Germany approved keeping traders on edge.

“Europe’s gas problem may not go away next year,” said Andrew Hill, head of European gas analysis at BloombergNEF, in a report on Wednesday. “Geopolitical issues and acrimony with Russia, particularly around the Nord Stream 2 pipeline, will increase the scope for Russia to limit flows to Europe in the first half of the year, and potentially much longer.

Russia is maintaining a tight grip on the region’s gas supplies, while European storage sites are still about 23% below the five-year average for this time of the year.

Europe’s Energy Crisis – Don’t let the recent meltdown in European natural gas prices fool you. The energy crunch of 2021 will last for years. Europe is facing an energy crisis, with Russia curbing supplies and nuclear outages in France straining power grids in the coldest months of the year.

30.12.21

Russland: Stoppt erneut Gas-Lieferung über Jamal-PipelineRussland hat am Dienstag erneut die Erdgas-Lieferung über die russisch-europäische Pipeline Jamal-Europa gestoppt. Wie bereits an neun Tagen Anfang November, wurde an der Verdichterstation Mallnow (Brandenburg) seit dem Morgen Gas in die entgegengesetzte Richtung nach Polen gepumpt. Die Liefermenge war bereits in den drei Tagen zuvor deutlich reduziert worden, wie aus im Internet veröffentlichten Daten des Gasnetzbetreibers Gascade hervorgeht.

Spieltheorie

Hierzu sehr empfehlenswerte systemische Betrachtungen von Prof. Dr. Christian Rieck.

The Gas Crisis Deepens

Die Außensicht! Hörenswert!

Europe’s gas crisis has entered a scary new phase. Last week, the biggest pipeline carrying Russian gas into Germany was closed for maintenance. And many in Europe fear the Russians will keep Nord Stream 1 closed indefinitely – putting further pressure on gas supply in the colder months.

Europeans are burning more coal, scrambling for new sources of gas, and committing to lots of renewable energy in a frantic attempt to slash reliance on Russian fossil fuels. But there are real questions about how quickly those solutions will shift the balance of power.

Meanwhile, gas prices are soaring in markets around the world – leading to fears about recession and long-lasting economic impacts. What are the possible scenarios that could play out?

This week, host Jason Bordoff sits down with Anne-Sophie Corbeau and Dr. Tatiana Mitrova to explain the state of gas markets.

Anne-Sophie Corbeau is a Global Research Scholar at the Center on Global Energy Policy at Columbia University’s School of International and Public Affairs; Dr. Tatiana Mitrova is a Research Fellow at the Center on Global Energy Policy.

Together, they discuss  how deeply the gas shocks will impact Europe, Russia, and the rest of the world.

Mögliche Auswirkungen einer Gasmangellage

Gasnetz – Gasmangellage

ORF: Schon allein technisch wäre eine Änderung der Priorisierung schwierig bis unmöglich. Das hat auch mit dem Aufbau des Gasnetzes zu tun. Dessen oberste Ebene bilden die großen Verteilerleitungen, mit denen das Gas überregional mit hohem Druck transportiert wird. Von dort zweigen die Leitungen der Ebene zwei ab. Manche Großabnehmer wie Industriebetriebe oder Gaskraftwerke werden direkt über die Ebene zwei gespeist. Die überwiegende Mehrheit der Verbraucher und jedenfalls alle Haushalte hängen noch einmal eine Stufe darunter an der Netzebene drei.

Tatsächlich würden Gasheizungen und Gasherde deshalb im Falle eines ganz desaströsen Gasmangels als Letzte ausgehen. Ist in den Speichern kaum noch Gas vorhanden und wird nur wenig neues Gas ins Netz eingespeist, sinkt der Druck. Für Großverbraucherinnen und -verbraucher in der Netzebene zwei kann das schnell zum Problem werden. Ihre Anlagen sind auf einen hohen Gasdruck ausgelegt. In der untersten Netzebene herrscht aber ohnehin ein viel geringerer Druck. Gasthermen könnten also auch bei einer akuten Gasmangellage noch weiterlaufen. Dass es zu einer solchen Situation kommt, soll ja aber eben die Notfallpriorisierung verhindern.

Eine Drosselung der Gaslieferungen in der Netzebene drei (Haushalte) sei technisch schlicht nicht möglich, heißt es von den Wiener Netzen gegenüber ORF.at. Auch die Absperrungen einzelner lokaler Versorgungsnetze auf der Niederdruckebene sei aufgrund der engen Vermaschung des Gasnetzes kaum möglich. Und selbst wenn dies ginge, hieße das für den Gasfluss aber auch: entweder ganz ein oder ganz aus – und zwar für alle Verbraucherinnen und Verbraucher, die am Versorgungsnetz hängen, ganz egal, ob es sich um Wohnungen, einen Gewerbebetrieb oder ein Krankenhaus handelt.

Genauso wenig lässt sich der Gasverbrauch einfach für jeden Haushalt einzeln begrenzen. Das fängt schon damit an, dass sich der Zählerstand nur direkt bei jedem Gasanschluss an Ort und Stelle ablesen lässt. Und ebenso müsste dann jedem Haushalt bei einer Überschreitung, wieder an Ort und Stelle, manuell der Gashahn zugedreht werden – eine wohl reichlich absurde Vorstellung. Bei der derzeitigen Entwicklung der Energiepreise wird es für viele keine Frage der Wahl sein, ob sie sparen oder nicht.

Wichtiger Hinweis Februar/März 2022:

Im Sommer 2021 zeichneten sich erste mögliche Probleme bei der Gasversorgung ab, da extrem niedrige Speicherstände zu beobachten waren. Diese Lage verschärfte sich bis Ende Januar 2022, auch aufgrund der politischen Lage im Osten. Durch einen sehr milden Januar (~ +3 Grad über dem Durchschnitt) blieb ein hoher Gasverbrauch aus. Die damaligen Simulationen wiesen auf ein größeres Problem, eine mögliche Gasmanagellage  für Ende Februar/Anfang März hin. Durch die weiterhin milden Temperaturen und einer starken Windstromproduktion in Deutschland entspannt sich die Situation seit Anfang Februar deutlich.

Mit Kriegsbeginn in der Ukraine am 24. Februar hat sich die Lage erneut zugespitzt, auch wenn ein Monat später noch immer die Gasversorgung aus Russland funktioniert. Eine Änderung kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, was aufgrund der Speicherstände zwangsweise in eine Gasmangellage führen dürfte. Wie beim Szenario Blackout, sind wir auf die schwerwiegenden Folgen einer Gasmangellage als Gesellschaft Überhaupt nicht vorbereitet! 

Sollte sich die Lage in den nächsten Wochen nicht entspannen, was derzeit nicht sehr wahrscheinlich ist, ist spätestens im nächsten Winter mit einer Gasmangellage zu rechnen, die die sehr hohe Abhängigkeit vom russischen Gas nicht in absehbarer Zukunft kompensierbar ist, auch wenn es gegenteilige Behauptungen gibt. Der kommende Winter wird daher mit Sicherheit ein schwerwiegender Krisenwinter! Dazu wird auch eine mögliche Lebensmittelversorgungskrise beitragen.

Daher lieber einmal etwas früher vorbereitet sein, als wie bei der Pandemie überrascht zu werden, weil man die Warnzeichen ignoriert hat. Wie so oft: „There is Glory in Prevention“

Eine weitreichende Gasmangellage würde zu verheerenden gesellschaftlichen Folgen führen, hängen doch sehr viele Prozesse von einer funktionierenden Gasversorgung ab! Viele denken im ersten Moment nur an das Heizen oder Kochen. Aber auch die österreichische Stromversorgung ist aktuell sehr von einer funktionierenden Gasversorgung abgängig, wie die Grafik rechts zeigt. Bisher wurde bis zu einem Drittel des produzierten Stroms in Österreich von Gaskraftwerken erzeugt. Aber nicht nur das! Auch viele Produktionsprozesse und lebenswichtige Infrastrukturen hängen von einer funktionierenden Gasversorgung ab. Insbesondere die Lebensmittelproduktion. Siehe etwa dazu die Studie „Ernährungsvorsorge in Österreich“ und weiters den Bericht zur LÜKEX 18: Gasmangellage in Süddeutschland – eine kritische Betrachtung.

Nettostromerzeugung in Österreich im Januar 2022 - Gas

Eine Gasmangellage könnte zu schwerwiegenden Versorgungsproblemen in sehr vielen Lebensbereichen führen, auf die wir als Gesellschaft – wie bei einem Blackout – nicht vorbereitet sind!

Ausfall von fossilen Brennstoffen - Gas in der Produktion
Ausfall von fossilen Brennstoffen - Gas in der Produktion 2

Gasspeichersituation in Österreich

Schnellübersicht, weitere Details weiter unten.

Der Gasbedarf wird nicht nur aus den Speichern, sondern auch direkt über den Zufluss aus den Pipelines gedeckt. Damit handelt es sich hier um eine stark vereinfachte Sicht. Das Problem könnte jedoch mit einer politischen Eskalation in der Ukraine rasch schlagend werden. Es geht hier daher nicht um eine absolute Darstellung, sondern um die Aufzeigung eines Krisenpotentials, dass bei entsprechenden Rahmenbedingungen (Lieferkettenunterbrechungen, Kältewelle) zu massiven gesellschaftlichen Folgen führen könnte. Aus Sicht vom 3. Februar 2022 könnte sich das Ganze mit einem blauen Auge ausgehen, sollte es nicht doch noch zu größeren Überraschungen kommen. 

AUT - Gasspeicherinhalt zum Stichtag
AUT - Gasspeicherstand - Vergleich Jahre

Vergleich auf europäischer Ebene

220129 - Gasspeicherstand - Vergleich Jahre
220113 - Gasspeicherstand - Vergleich Jahre
220219 - Jamal Pibline
220219 - Kondratki Pibline
220219 - Mallnow
Gaspreisentwicklung
Entwicklung der Gasspeicherfüllstände

Gasspeicher Füllstand – Simulationen 1

Stand: 15.02.22

Statt dem Kalenderjahr wird eine „Heizperiode“ (links im Graph ist der 01.07. und rechts der 31.06. des Folgejahres) dargestellt. Zusätzlich gibt es eine mögliche Bandbreite mit dem best / schlecht möglichsten Verlauf auf Basis der vergangenen Jahre (rosa) simuliert. Die Datenquelle stammt von AGSI+.

Selbst im Worstcase (seit Winter 2010/2011) würde man derzeit europaweit nicht unter < 0 % kommen. Allerdings muss die Vergangenheit nicht unbedingt auch in der Zukunft zutreffen. In Österreich könnte es allerdings knapp werden, würde man so weitermachen wie bisher. In Deutschland bleibt eine größere Unsicherheit, da durch die Abschaltung von rund 4 GW ein erhöhter Gaskraftwerkseinsatz erwartet wird.

Ein Bias den man nicht vernachlässigen darf: Hier werden % Füllstände betrachtet, nicht absolute. Wurden signifikant Speicher zu oder abgebaut, könnte das die Daten verfälschen. Allerdings wird davon ausgegangen, dass die Speicherkapazität etwa gleich mit dem mittleren Verbrauch skaliert. Deshalb sollte es halbwegs valide sein, die % Füllstand zu verwenden.

Danke an Timo für die Bereitstellung und Aufbereitung!

Europa

Gasspeicher Füllstand - Europa

Österreich

Gasspeicher Füllstand - Österreich

Deutschland

Gasspeicher Füllstand - Deutschland

Gasspeicher Füllstand – Simulationen 2

Quelle: www.kreativ-bastelstube.de – Daten-Quelle: AGSI Aggregated Gas Storage Inventory

Hinweise zur Berechnung: Aus den Verbrauchswerten der letzten 7 Tage wird ein Durchschnittswert errechnet. Sollte der Verbrauch gleich bleiben, wären die Gasspeicher am Tag X vollständig geleert. Wenn der 7-Tagestrend positiv ist, gibt es nach unserer Berechnung keinen Tag X mehr.

Der Countdown-Rechner ist ein täglicher Echtzeitmodell-Rechner zum Gasspeicher Füllstand und passt sich durch die Berechnungsweise täglich an das Wetter, die internationalen Umpumpungen und viele andere Faktoren an.

In dieser Berechnung sind alle täglichen Zugänge und Abgänge in die Gasspeicher berücksichtigt. Die prozentuale Veränderung bezieht sich nicht auf den Vortag, sondern auf den Gesamtspeicher. Die aktualisierten Verbrauchsdaten liegen in der Regel am späteren Abend des Folgetages vor.

Anmerkung Herbert Saurugg:
Es handelt sich hier natürlich um eine starke Vereinfachung. Dennoch deutet diese auf eine kritische Entwicklung hin, wo nicht mehr sehr viel Zeit bleibt. Ein Problem in der Gasversorgung würde sehr viele Lebensbereiche betreffen: Heizen, Strom, (Lebensmittel)Produktion etc. Ausfälle in diesen Bereichen könnten weitreichende Folgeprobleme auslösen.
Gasspeicherstand Countdown AUT
Gasspeicherstand Countdown DEU

Speicherstände (Stand: 01.05.22)

Österreich

gasspeicherstand-aut

Kapazität: 95.4801

TagTWhProzent
30.04.2120.661121,64
06.06.2123.095724,19
26.07.2132.150533,67
30.08.2144.037046,12
01.11.2153.565556,10
06.12.2140.768042,70
15.01.2228.370829.71
01.02.2221.0247 22.01
01.03.2216.179616.94
01.04.22
12.5194
13.11
15.04.22

14.3853

15.06
01.05.22

18.5985

19.47

Deutschland

gasspeicherstand-deu

Kapazität: 241.0009

TagTWhProzent
30.04.2162.451926,06
06.06.2183.732234,90
26.07.21115.110148,15
30.08.21141.748659,28
01.11.21174.135772,25
06.12.21149.776962,15
15.01.22112.256046.54
01.02.2286.545935.90
01.03.2267.284927.91
01.04.22
64.2179
26.45
15.04.22

71.4537

29.08
01.05.22

84.7418 

35.35

EU

gasspeicherstand-europa

Kapazität: 1.116.1174

TagTWhProzent
30.04.21336.079629,96
06.06.21457.689940,07
26.07.21616.348354,94
30.08.21753.678867,41
01.11.21863.066777,33
06.12.21730.547765,45
15.01.22531.089347.57
01.02.22418.033037.45
01.03.22316.324628.59
01.04.22286.832725.97
15.04.22303.470827.58
01.05.22
371.1603
33.74

 

Rein österreichische Speicher

2017 war in den letzten Jahren das Jahr, in dem bisherige Tiefstwerte erreicht wurden.

 

Betreiber01.02.2017Tiefststand 201701.03.2201.04.2215.04.22
Uniper Energy Storage6.9197 (35.64 %)3.1404 (24/03/2017)3.1491 (18.03 %)1.5195 (8.70 %)2.4951 (14.28 %)
RAG Energy Storage5.1116 (30,59 %)2.4718 (29/04/2017)3.6152 (18.00 %)5.0724 (25.26 %)5.0732 (25.26 %)
OMV Gas Storage9.0318 (30,31 %)1.6858 (29/03/2017)5.1811 (20.49 %)4.5161 (17.86 %)5.2870 (20.91 %)

Speicherstände 17.05.22

220518-Gasspeicher Stand

Hintergründe

Ausgangslage Juli 2021

Bereits vor 5 Jahren entging Mitteleuropa knapp einer größeren Gaskrise (siehe Wie sicher ist unsere Erdgasversorgung wirklich?). Nun zeichnet sich neuerlich eine solche ab. Diesmal aber nicht erst im Winter, sondern bereits im Sommer davor. Besonders die Gasspeicher in Österreich sind unterdurchschnittlich gefüllt.

Zwar wurde der absolute Wert 2013 nochmals unterschritten, jedoch wurde in der Zwischenzeit das theoretische Speichervolumen von 53,7 TWh auf 95,5 TWh deutlich ausgebaut. Sollte bis November keine deutliche erhöhte Einspeicherung erfolgen, dann muss wohl im kommenden Winter/Frühjahr – insbesondere bei niedrigeren Temperaturen – mit Problemen gerechnet werden.

Damit ist absehbar, dass auch die Strompreise weiter hoch bleiben oder sogar steigen werden. Der Gasverbrauch für Stromerzeugung ist von 2015 bis 2020 um fast den Faktor 4 angestiegen: 15 TWh Strom aus Gas 2015, 2020 waren es bereits 59TWh.

Gasspeicherstand AUT 29.07

Quelle Daten/Grafik: agsi.gie.eu

Das ist im Vergleich zu den Speicherkapazitäten (~230 TWh Gas) zwar noch überschaubar, aber wenn in den nächsten Monaten rund 10 GW an gesicherter Leistung wegfallen, müssen diese durch Gaskraftwerke ersetzt werden. Wenn man die ~59 TWh aus 2020 und ~60 % Effizienz zugrunde legt, wären das in etwa ein Gasverbrauch von 98 TWh für 2021 nur für die Stromerzeugung. Vermutlich wird zusätzlich der Verbrauch noch leicht ansteigen. Das war jedenfalls der Trend der letzten Jahre. Man darf auf eine weitere Kostenexplosion am Gas und Strommarkt gespannt sein.

Zu den möglichen Folgen und Auswirkungen siehe die LÜKEX 18: Gasmangellage in Süddeutschland – eine kritische Betrachtung.

04.03.22: Marktgebietsdaten Österreich

Aktuelle Lastflüsse können über die Seite der Austrian Gas Grid Management AG eingesehen werden.

AGGM

17.02.22: ORF ECO – Russisches Gas: Wie abhängig ist Österreich?

Quelle: tvthek.orf.at

Die Spannungen zwischen Europa und Russland rund um die Ukraine drohen zu eskalieren. Österreich ist ebenfalls betroffen. So wie auch andere Länder hängen wir am russischen Gashahn – und das schon seit Jahrzehnten. Die Gasspeicher in Österreich sind im Vergleich zu früheren Jahren wenig gefüllt und das, obwohl die Speicherkapazitäten seit der Gaskrise 2009 stetig ausgebaut wurden.

Gaspreisentwicklung 2018-2022
Gasreserven AUT
Gas-Verbrauch

20.01.22: Zur geopolitischen Bedeutung von Energie

Quelle: sicherheitspod.de 

Sehr empfehlenswert, um die Zusammenhänge der aktuellen Entwicklungen besser verstehen zu können!

“Sicherheitshalber” ist der Podcast zur sicherheitspolitischen Lage in Deutschland, Europa und der Welt. In Folge 53 sprechen Thomas Wiegold, Ulrike Franke, Frank Sauer und Carlo Masala mit der Energie-Expertin Kirsten Westphal: Kann Russland im Konfliktfall wirklich “den Gashahn zudrehen”? Worin liegen die Ursachen der aktuellen Energiepreis-Krise? Wie groß ist das “Erpressungspotenzial” der Pipeline Nord Stream 2 mit Blick auf die Ukraine? Warum fließt ausgerechnet jetzt Gas in der Yamal-Pipeline ostwärts, von Deutschland nach Polen? Wie ist das Zusammenspiel von Märkten und (Sicherheits-)Politik bei der Energiepreisbildung? Wie lassen sich die jüngsten Vorgänge in Kasachstan in all das einordnen? Auf diese Fragen und mehr geht das ausführliche und extrem gehaltvolle Gespräch ein. Und auch die sicherheitspolitische Bedeutung der Energiewende in Deutschland kommt zur Sprache. Auf ein zweites Thema verzichten die vier Podcaster daher ausnahmsweise mal. Aber natürlich gibt es trotzdem wie immer den “Sicherheitshinweis”, den kurzen Fingerzeig auf aktuelle, sicherheitspolitisch einschlägige Themen und Entwicklungen – diesmal mit Schadsoftware und Kampfdrohnen in der Ukraine sowie Neuigkeiten zu Mali und der NATO-Speerspitze im Baltikum.

24.01.22: Kann Flüssiggas aus USA das Erdgas aus Russland ersetzen?

Quelle: blackout-news.de

Man könnte Flüssiggas mit riesigen Tankern aus Übersee importieren. Aber könnte man die in Europa benötigte Menge wirklich damit decken? Diese Fragen stellten sich bisher nur theoretisch, in der Praxis hat man dies jedoch noch nicht durchexerziert.

Experten für die Energiewirtschaft im Bankensektor (Commerzbank) haben sich eingehend mit Analysen damit beschäftigt und diese Ergebnisse veröffentlicht. Im Zuge dieser Arbeit ist man zu dem Schluss gekommen, dass man russisches Flüssiggas nicht dauerhaft durch Importe aus Übersee ersetzen kann. Die Erklärung dafür liefern nachfolgende Details, die aus dem Jahre 2020 stammen. Im EU-Raum fördern Energieunternehmen 5 Milliarden m³ Erdgas. Dazu kamen Importe im Ausmaß von 326 Milliarden m³, wobei der Prozentsatz der Lieferungen aus Russland bei 48 % lag.

In der ersten Hälfte des Jahres 2021 konnte man lediglich ein Viertel des importieren Erdgases in Europa, auf einen Import per Tanker aus Übersee zurückführen. Es gibt in Europa 25 Terminals für den Import von Flüssiggas, wobei sich keiner davon in Deutschland befindet.

An den 25 Terminals wird das importierte verflüssigte Gas wieder in seinen gasförmigen Zustand zurückgeführt und in die dafür vorgesehenen Gas-Rohrleitungssysteme eingespeist. Alle europäischen Terminals zusammengerechnet, haben ein Fassungsvermögen von insgesamt 215 Milliarden m³ pro Jahr. Damit könnte die Hälfte des Bedarfes an Erdgas in Europa gedeckt werden, was jedoch nicht geschieht, da diese im Jahresdurchschnitt nicht mal zur Hälfte ausgelastet sind. Auch wenn künftig mehr Importe getätigt werden würde, so könnte ein Ausfall von russischen Lieferungen trotzdem nicht wettgemacht werden, da Russland ebenso ein Fünftel der EU-Importe an Erdgas abdeckt.

Würde die USA als Ersatzlieferant in Frage kommen, so würde deren Exportvolumen lediglich 120 Milliarden m³ pro Jahr betragen. Bis zum Ende des Jahres 2022 ist jedoch eine Erweiterung der Kapazitäten bis zu 145 Milliarden m³ pro Jahr geplant.

25.01.22: Ausspeicherrate

Quelle: Möglichkeiten zur Verbesserung der Gasversorgungsicherheit und der Krisenvorsorge durch Regelungen der Speicher 

Als Ausspeicherleistung oder auch Ausspeicherrate wird die Menge an Gas bezeichnet, die innerhalb eines definierten Zeitraumes (Tag oder Stunde) aus dem Speicher ausgespeichert werden kann. Damit bezeichnet die Ausspeicherleistung welcher Anteil des gesamten eingespeicherten Arbeitsgasvolumens in diesem Zeitraum ausgespeichert werden kann.

Dabei gilt, dass mit abnehmendem Speicherfüllstand auch die Ausspeicherleistung abnimmt. Die aggregierte Speicherkurve der deutschen Erdgasspeicher, die von INES zur Verfügung gestellt wurde, verdeutlicht diesen Effekt. Erkennbar ist, dass zur Abbildung der notwendigen Ausspeicherleistung ein größeres Arbeitsgasvolumen notwendig sein kann.

Aggregierte Speicherkurve deutsche Erdgasspeicher

 

Wenn der Rückspiegel versagt

Diese Aussage war im Popup-Podcast zur Energiepreisrallye: Wir beantworten Publikumsfragen besonders ernüchternd und hat einmal mehr gezeigt, dass Experten auch der Truthahn-Illusion unterliegen können.