Letzte Aktualisierung am 14. Oktober 2021.

Sicherheitspolitische Jahresvorschau 2020 und 2021

Das Österreichische Bundesheer und die Verteidigungsministerin haben im Rahmen des Sicherheitspolitischen Jahresauftaktes ein Blackout als sehr wahrscheinliches und binnen der nächsten 5 Jahre zu erwartendes Ereignis klassifiziert. Die Blackout-Vorsorge betrifft alle, nicht nur einzelne Organisationen!

Neben der Geopolitik bleibt das Risiko resilienzgefährdender Ereignisse wie gravierende Blackouts, souveränitätsgefährdende Cyber-Angriffe und unkontrollierter Massenmigration unvermindert hoch. Das größte Risiko für eine nächste Systemkrise in Österreich birgt sicherlich ein flächendeckender Strom-, Infrastruktur- und Versorgungsausfall („Blackout“) mit dessen Eintritt Fachexperten zu Folge binnen der nächsten fünf Jahre  zu rechnen ist und an dem Europa und Österreich erst am 8. Jänner 2021 knapp vorbeigeschrammt sind.

Anmerkung: Binnen der nächsten 5 Jahre bezieht sich nicht auf ein konkretes Datum, sondern auf eine kurzfristige Entwicklung.

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums am 25. Juni 2020

ORF Talk am 25. Juni 2020: Angekündigte Bundesheeres-Reform sorgt für Aufregung

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Oberst Michael Bauer, zur geplanten Heeres-Reform und wo das Heer jetzt geschrumpft werden soll.

Blackout Vorsorge: Österreichisches Bundesheer – ORF ZIB 1 01.04.21

Sicher. Und morgen? Sicherheitspolitische Jahresvorschau 

2020

Die Sicherheitspolitische Jahresvorschau 2020
Risikobild ÖBH 2020

2021

Sicherheitspolitische Jahresvorschau 2021
SPJV21 - Auswirkungen auf die österreichische Sicherheit 1 – 3 Jahre

Blackout – Und dann?

Das Österreichische Bundesheer informiert nun (September 2021) alle Angehörigen des Bundesheeres (inkl. Miliz) über das Thema Blackout-Vorsorge in den eigenen 4 Wänden. Damit wird eine wichtige Vorreiterrolle übernommen und es werden hoffentlich viele andere Organisation diese, Beispiel folgen. Der Bundesheer Folder wurde mit Unterstützung der Österreichische Gesellschaft für Krisenvorsorge (GfKV) und auf Basis des GfKV-Folders erstellt. Dieser steht allen unter der Creative Commons International Lizenz 4.0 (Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen) kostenlos zur Verwendung zur Verfügung.

ÖBH-Blackout-Folder

13.10.21: Verteidigungsministerium informiert Gemeinden über Blackout

Quelle: OTS

6.285 Plakate an 2.095 Gemeinden

Wien (OTS)„Österreich ist keine Insel der Seligen, sondern liegt mitten im Herzen Europas. Das heißt, auch wir müssen in nächster Zeit mit einem Blackout rechnen. Ein einsatzrealistisches Szenario, wie ein europaweiter Stromausfall kann immer möglich sein“, sagt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und gab damit den Startschuss für die Plakataktion „Blackout – Was tun, wenn alles steht?“.

Insgesamt 2.095 Gemeinden erhalten ab heute 6.285 Plakate, die vor einem möglichen Blackout warnen und Infos und Tipps für die Bevölkerung bieten sollen. Gemeinsam mit dem Präsidenten des Österreichischen Gemeindebundes Alfred Riedl ersucht die Ministerin die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aller österreichischen Gemeinden um öffentlich wirksames Aushängen der Plakate.

„Was tun, wenn tatsächlich nichts mehr funktioniert? Kein Strom, kein Wasser und keine funktionierende Infrastruktur. Der Eintritt eines Blackouts hat gravierende Folgen. Mit unserer Aktion wollen wir die Bevölkerung auf diese mögliche Gefahr aufmerksam machen und gleichzeitig Tipps und Informationen bieten, wie sie sich für den Fall der Fälle vorbereiten kann. Ein österreichweiter Ausfall kann jederzeit passieren und darauf bereitet sich auch unser Heer bestmöglich vor“, so die Verteidigungsministerin.

„Das Bundesheer ist ein wesentlicher Sicherheitspartner in unserem Land und ein wichtiger Partner für alle Gemeinden. Mit 100 Kasernen und mehr als 55.000 aktiven Soldaten (inkl. der Miliz) ist unser Heer auch für die Regionen ein wichtiger Arbeits- und Wirtschaftsfaktor! Wir haben in den letzten Monaten auch erlebt, dass das Bewusstsein für Sicherheit, Zivilschutz, Blackout und Krisenvorsorge in der Bevölkerung und in den Gemeinden weiter gestiegen ist! Umso mehr ist es auch wichtig, sich auf Krisenereignisse gemeinsam vorzubereiten“, betont der Gemeindebundpräsident Alfred Riedl.

Das Österreichische Bundesheer rüstet sich schrittweise für ein Blackout, um in diesen Fällen Schutz und Hilfe bieten zu können. Mit autarken Kasernen, moderner Ausrüstung und regelmäßigen Übungen sollen im Ernstfall die Einsatzorganisationen durch das Bundesheer bestmöglich versorgt und unterstützt werden.

Ein Blackout bezeichnet einen länger andauernden Strom-, Infrastruktur- und Versorgungsausfall, bei welchem schlagartig nichts mehr funktioniert. Das Bundesheer ist zu diesem Zeitpunkt mit den meisten Ressourcen noch weitgehend einsatzfähig, da bereits jetzt in die Autarkie investiert wird. Es stehen zum Beispiel Kommunikationssysteme, Transportmittel sowie Treibstoff und Verpflegung zur Verfügung.

Mehr Informationen zum Thema „Blackout“ finden Sie unter: www.bundesheer.at/blackout.

ÖBH-GB-Kampagne