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Herr Spitz (C.B.I. – Consulting GmbH) hat mir folgende Aufstellung bzw. seine Überlegungen für sein autonomes Einfamilienhaus zur Verfügung gestellt:

Aufbau eines Einfamilienhauses energietechnisch mit den verwendete Komponenten:

  1. ~5 kW Photovoltaik am Dach und Wand mit Ausrichtung von Ost nach West
  2. 6 kW Wechselrichter mit Batteriespeicher, Netztrennung und Notstromumschaltung
  3. 5 kW BHKW betrieben mit Erdgas
  4. Solaranlage mit südlicher Ausrichtung für Warmwasserbereitung
  5. Kachelofen wasserführend mit Notkochstelle
  6. Werkstattofen im Keller zur Notheizung
  7. Küche mit Gasbrenner auf Flüssiggas
  8. Beleuchtung im ganzen Haus auf LED Basis zur Reduktion des Energiebedarfs
  9. Getrennter Stromkreis für eine Notversorgung (Licht, Kühlung, Pumpen, …)
  10. Normaler Stromkreis für normalen Betrieb (Kompressor, Konvektomat, Sauna, Server, LED Bänder, …)

Getroffene Maßnahmen, um auch bei Stromausfall / Problemen mit der Wasserversorgung leben zu können:

  1. Regenwassertank zum Waschen mit einem Speicher von 7,0 m³
  2. Brauchwassertank für Toiletten und Garten mit 4,5 m³ (wiederverwendetes Grauwasser)
  3. 3 komplett getrennte Wasserversorgungskreise (Trinkwasser, Regenwasser und Brauchwasser)
  4. Wasseraufbereitung mit Keramikfilter und Aktivkohle für Notfälle
  5. Lagerraum für Lebensmittel und Getränke im Keller (Notversorgung für mind. 30 Tage wird aufrechterhalten)
  6. Lager für Gasflaschen im Carport
  7. zusätzliche Möglichkeit von Notstromeinspeisung

Steuerung und Maßnahmen beim Blackout: (eigene Maßnahmen, Hilfe in der Organisation der Gemeinde selbstverständlich)

  1. Energiemanagement über LOXONE (Strom und Wärme)
  2. Automatische Wegschaltung stromfressender Verbraucher
  3. Automatische Verdunklung bei Blackout und nur mehr Notbeleuchtung
  4. Manuelles verschalten der Wasserversorgung auf Notbetrieb und Inbetriebnahme der Filtereinheiten
  5. Kontrolle des Fluchtrucksackes (inkl. Katadyn Wasserfilter für mobile Wasserversorgung)
  6. Kontrolle und Service des Fluchtfahrzeuges
 
Für Gemeinden:
  1. sollte nicht nur ein Maßnahmenkatalog erstellt werden, sondern eine Art Check-/ ToDo Liste für den Ernstfall [siehe auch den Leitfaden für Gemeinden]
  2. Kommunikation ev. über Satellitentelefon andenken (Vernetzung der Bürgermeister und  Landesleitstelle) [Bei Satellitentelefon mit SIM-Karten Betreibern aus dem betroffenem Gebiet ist mit Problemen zu rechnen!]
  3. Treibstoffversorgung über Bauhöfe / lokale Fuhrunternehmer / Landwirte / Lagerhäuser (damit keine Abhängigkeit vom Internet)
  4. Vorhalten von Notstromaggregaten und entsprechendem Treibstoff (in IBC-Containern)
  5. Absperren der Trinkwasserversorgung innerhalb von 5h um den Brandschutz zu gewährleisten und um zu vermeiden, dass die Rohre aufgrund des Alters kollabieren
  6. Verankerung und Planung von Notfrequenzen für die Radioversorgung [siehe Leitfaden Notradiosender]
  7. Planung und Bereitstellung von Frequenzen im Betriebsfunkbereich um die lokale Kommunikation zu ermöglichen
  8. Versorgung der Einsatzkräfte mit warmen Essen und Getränken (wo kann ohne Strom gekocht werden)
  9. Lebensmittelbevorratung im Krisenfall (Kühlung, Verteilung, Abrechnung)
  10. Wo können sich im Winter die Einsatzkräfte aufwärmen