Herr Spitz (C.B.I. – Consulting GmbH) hat mir folgende Aufstellung bzw. seine Überlegungen für sein autonomes Einfamilienhaus zur Verfügung gestellt:
Aufbau eines Einfamilienhauses energietechnisch mit den verwendete Komponenten:
- ~5 kW Photovoltaik am Dach und Wand mit Ausrichtung von Ost nach West
- 6 kW Wechselrichter mit Batteriespeicher, Netztrennung und Notstromumschaltung
- 5 kW BHKW betrieben mit Erdgas
- Solaranlage mit südlicher Ausrichtung für Warmwasserbereitung
- Kachelofen wasserführend mit Notkochstelle
- Werkstattofen im Keller zur Notheizung
- Küche mit Gasbrenner auf Flüssiggas
- Beleuchtung im ganzen Haus auf LED Basis zur Reduktion des Energiebedarfs
- Getrennter Stromkreis für eine Notversorgung (Licht, Kühlung, Pumpen, …)
- Normaler Stromkreis für normalen Betrieb (Kompressor, Konvektomat, Sauna, Server, LED Bänder, …)
Getroffene Maßnahmen, um auch bei Stromausfall / Problemen mit der Wasserversorgung leben zu können:
- Regenwassertank zum Waschen mit einem Speicher von 7,0 m³
- Brauchwassertank für Toiletten und Garten mit 4,5 m³ (wiederverwendetes Grauwasser)
- 3 komplett getrennte Wasserversorgungskreise (Trinkwasser, Regenwasser und Brauchwasser)
- Wasseraufbereitung mit Keramikfilter und Aktivkohle für Notfälle
- Lagerraum für Lebensmittel und Getränke im Keller (Notversorgung für mind. 30 Tage wird aufrechterhalten)
- Lager für Gasflaschen im Carport
- zusätzliche Möglichkeit von Notstromeinspeisung
Steuerung und Maßnahmen beim Blackout: (eigene Maßnahmen, Hilfe in der Organisation der Gemeinde selbstverständlich)
- Energiemanagement über LOXONE (Strom und Wärme)
- Automatische Wegschaltung stromfressender Verbraucher
- Automatische Verdunklung bei Blackout und nur mehr Notbeleuchtung
- Manuelles verschalten der Wasserversorgung auf Notbetrieb und Inbetriebnahme der Filtereinheiten
- Kontrolle des Fluchtrucksackes (inkl. Katadyn Wasserfilter für mobile Wasserversorgung)
- Kontrolle und Service des Fluchtfahrzeuges
Für Gemeinden:
- sollte nicht nur ein Maßnahmenkatalog erstellt werden, sondern eine Art Check-/ ToDo Liste für den Ernstfall [siehe auch den Leitfaden für Gemeinden]
- Kommunikation ev. über Satellitentelefon andenken (Vernetzung der Bürgermeister und Landesleitstelle) [Bei Satellitentelefon mit SIM-Karten Betreibern aus dem betroffenem Gebiet ist mit Problemen zu rechnen!]
- Treibstoffversorgung über Bauhöfe / lokale Fuhrunternehmer / Landwirte / Lagerhäuser (damit keine Abhängigkeit vom Internet)
- Vorhalten von Notstromaggregaten und entsprechendem Treibstoff (in IBC-Containern)
- Absperren der Trinkwasserversorgung innerhalb von 5h um den Brandschutz zu gewährleisten und um zu vermeiden, dass die Rohre aufgrund des Alters kollabieren
- Verankerung und Planung von Notfrequenzen für die Radioversorgung [siehe Leitfaden Notradiosender]
- Planung und Bereitstellung von Frequenzen im Betriebsfunkbereich um die lokale Kommunikation zu ermöglichen
- Versorgung der Einsatzkräfte mit warmen Essen und Getränken (wo kann ohne Strom gekocht werden)
- Lebensmittelbevorratung im Krisenfall (Kühlung, Verteilung, Abrechnung)
- Wo können sich im Winter die Einsatzkräfte aufwärmen

