Quelle: www.lr-online.de

„Gegen 17.58 Uhr stoppte die Bahn und blieb in einem Tunnel stehen“, berichtet Karsten Kittler. Licht, Lüftung und Heizung werden ausgeschaltet. Rund 80 Reisende sind für vier Stunden im dunklen, kalten und dann auch verrauchten Waggon gefangen.

Am Ende werden es vier Stunden, in denen Kittler so ziemlich alles erlebt, was Bahnreisende auf die Palme bringt: ein Notrufsystem, an dem erst keiner reagiert und das dann komplett ausfällt, Bahnpersonal, das keine Infos geben kann, ein Waggon, in dem geraucht wird, der sich aber weder über die Fenster noch die Klimaanlage entlüften lässt. Und dann versagen auch noch die Toiletten, und eine Reisende muss ihre Notdurft im Zug verrichten.

Gegen 20.30 Uhr scheint Rettung in Sicht. Der Zug fährt bis zum Bahnhof Leipzig Nord. Dort wollen Fahrgäste aussteigen. Wegen leerer Batterien aber lassen sich die Türen nicht öffnen.

Eine Evakuierung der Reisenden sei wegen der „baulichen und topographischen Bedingungen auf der freien Strecke“ nicht möglich gewesen. „So musste eine Diesellok angefordert werden, um den havarierten Zug in Richtung Leipzig Hbf abzuschleppen.

Kommentar

Spannende Frage, was da erst bei einem richtigen Blackout passiert …