Quelle: heise.de

In Den Haag beraten 300 Experten von Europol und Interpol über wirksame Strategien gegen die Internet-Kriminalität.

Cyber-Kriminelle werden nach Angaben von Europol aggressiver. Vor allem Fälle von Erpressung im Internet nähmen erschreckend zu, warnte die europäische Polizeibehörde zum Auftakt einer internationalen Expertenkonferenz am Mittwoch in Den Haag. Immer mehr Bürger und Betriebe in Europa würden Opfer von Hacker-Attacken. „Cybercrime ist eine Wachstumsindustrie“, heißt es in dem Bericht über organisiertes Verbrechen.

Gerade Europa sei wegen seiner entwickelten digitalen Infrastruktur und wegen des wachsenden Handels übers Internet besonders gefährdet, betont Europol. Immer mehr Geräte wie Telefone, Tablets, TV oder Autos sind mit dem Internet verbunden.

Kommentar

Dabei geht es längst nicht nur um Consumer- Technologien oder nur um Daten, sondern durch die zunehmende Digitalisierung unserer Infrastrukturen (Stichworte wie Internet of Things, IoT; Industrie 4.0 oder Smart Everything) steigt auch die Verwund- bzw. Erpressbarkeit unserer Gesellschaft insgesamt massiv an. Aber hier verschließt man auch weiterhin standhaft die Augen und glaubt fest daran, dass mit den bisher weitgehend unwirksamen Methoden schon in den Griff bekommen zu können. Leider wird es dazu ein böses Erwachen geben, dass vor allem wieder die Bevölkerung ausbaden wird müssen. Aber bis dahin gilt die Truthahn-Illusion.

Siehe dazu etwa auch Das Smart Grid im Zeitalter des Cyberwar.