Quelle: Kronen Zeitung / PressReader

Heimischer Experte sieht brenzlige Situation für Stromnetz

Ein wirkliches Blackout ist erst ein großflächiger Stromausfall über mehr als 12 Stunden. Dann wird es für die Zivilgesellschaft und staatliche Behörden aber auch schnell zum ernsten Katastrophenfall.

Eine Million Menschen waren, wie berichtet, am Freitag in der britischen Metropole London und deren Umland kurzfristig ohne Strom. Das Blackout sorgte für Stillstand im öffentlichen Leben. „Im Ernstfall auch in Österreich möglich“, warnt Experte Herbert Saurugg.

Nur haarscharf dürfte die britische Insel um eine Katastrophe herumgekommen sein. Die Frequenz des Stromnetzes fiel am Freitag um 15.53 Uhr bis auf 48,889 Hertz ab. Der Gradmesser für die Qualität des Gleichgewichts und damit für die Versorgungssicherheit liegt aber bei 50 Hertz. Nur durch rasche Gegenmaßnahmen der Netzbetreiber konnte wieder Kontrolle erlangt werden. Grund für diesen Ausfall sollen Probleme bei Gas- und Windkraftwerken gewesen sein.

Seit dem Jahr 2006 gab es keine vergleichbare Störung in Europa. „Wir verzeichneten einen sofortigen Lastabwurf. Laut gesetzlichem Standard können dann bis zu einer Million Menschen im Dunkeln sitzen“, erklärt der heimische Blackout-Experte Saurugg im Gespräch.

Eine große Gefahr für ganz Europa bestand zwar nicht, diese Zwischenfälle könnten aber auch jederzeit in Österreich und Deutschland vorkommen. Hierzulande wären drei Viertel aller Haushalte nicht auf ein Blackout vorbereitet, die Folgen sind kaum abzuschätzen.

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