Quelle: ORF Am Schauplatz; Ausstrahlung Donnerstag, 25.10.18, 21:05 Uhr (In der ORF TVThek bis 01.11.18 abrufbar); Deutsche Erstausstrahlung: Di 30.10.2018 3sat; OTS 24.10.18

Was ist, wenn nichts mehr geht? Totaler Stromausfall, Nuklearkatastrophen, Wirtschaftlicher Totalkollaps – Die Angst vor Katastrophenszenarien in Österreich wächst. Die so genannten „Preppers“ rüsten sich für den „Systemzusammenbruch“.

Update 24.10.18 OTS

Herbert Saurugg ist Österreichs bekanntester Blackout-Experte. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Thematik und sagt: „Ich bin davon überzeugt, dass wir in den nächsten fünf Jahren einen totalen Zusammenbruch der Strom- und Infrastrukturversorgung erleben werden.“ In diesem Fall würde die Lebensmittelversorgung erst nach Wochen wieder anlaufen, sagt Saurugg. Deshalb hat er seinen Keller bis obenhin mit Lebensmitteln angefüllt und rät auch allen anderen, das zu tun.

Kommentar

Leider ging es weniger um eine wirkliche Blackout-Vorsorge, als vielmehr um Preppers und um Randthemen in der Vorsorge. Eine objektive Berichterstattung sieht etwas anders aus, vor allem, da der ORF auch einen öffentlichen Bildungsauftrag hat. Wie das aussehen könnte, kann man sich bei der Recherecheplattform addedum.org ansehen.

Leider neigt der ORF dazu, Extreme darzustellen, anstatt das Thema Vorsorge ausgewogen und vor allem animierend zu kommunizieren. Auch bei der Sendung DOKeins: Das große Unbehagen – Settele über ein verunsichertes Österreich, 2017, wurde eine ähnliche Darstellung gewählt. Das die Aussage des BMI-Vertreters, dass das alles nur Geldmacherei und Österreich sowieso gut vorbereitet sei, sowie die gewählten Darstellungen nicht das Vertrauen in die staatlichen Strukturen und den ORF erhöhen dürfte, ist wohl selbstsprechend.