Das Buch Autarkie. Leben in Freiheit von Franz Spreitz & Lukas Pawek bietet eine umfangreiche Praxisbeispielsammlung, wie man mit einfachen Mitteln eine notversorgungsfähige Energiezelle auf Haushaltsebene umsetzen bzw. Energie einsparen kann.

Bzgl. dem Begriff Autarkie kann man streiten, was ich auch mit den Autoren tue, da er aus meiner Sicht für die Intention nicht der richtige ist. Im wesentlichen sprechen wir vom Gleichen, nur verwenden wir noch unterschiedliche Begriffe.

Mich haben besonders die Beispiele für eine einfache Energiebedarfssenkung enorm beeindruckt:

  1. Wird die Waschmaschine über ein Vorschaltgerät mit Warmwasser versorgt, sinkt der Strombedarf enorm. Eine Messung für einen 40°-Waschgang mit Vorwäsche lieferte folgende Ergebnisse: Verbrauch ohne Warmwasseranschluss 1,2 kWh, mit Warmwasseranschluss nur noch 0,11 kWh. Ein Warmwasseranschluss mittels eines Vorschaltgeräts ist auch für eine Geschirrspülmaschine möglich. Das ist wirklich ein Hammer! Da steckt ein enormes Energiesparpotential drinnen, das mit wenig Aufwand umgesetzt werden könnte. Zumindest dort, wo eine nachhaltige Warmwasserproduktion erfolgt. 
  2. Stromproduktion mittels eines Pelletsofens, der einen Teil der Wärme mittels eines Stirlingmotors in Strom umwandelt. Siehe Erstes stromautarkes Haus (Anmerkung: Jeder will der erste sein. Unser Wettkampf- und Konkurrenzdenken, das sich in allen Bereichen niederschlägt.)
  3. Einfache ungeregelte Standard-Umwälzpumpen verbrauchen z.B. je nach Einstellung 30 bis 80, energiesparende Pumpen mit integriertem Frequenzumrichter zur Drehzahlregelung verbrauchen für die gleiche hydraulische Leistung nur ca. 5 bis 20 W. Auch das finde ich beachtlich. Es muss sich nicht immer alles gleich rechnen, wenn man damit den Gesamtenergie-/infrastrukturaufwand senken kann! Siehe etwa auch das Projekt „Hocheffiziente Kombinationen von Solarthermie, Photovoltaik und Wärmepumpenanlagen „Sol2WPumpEff“

Das Buch bietet auch einige Anregungen, wie eine notversorgungsfähige Selbsthilfe-Basis realisiert werden kann, ohne das man sofort auf ein Notstromaggregat zurück greift. Hier arbeite ich gerade selbst an konkreten Lösungsvorschlägen.

Hier auch noch der Link zu weiteren Beispielen auf der Homepage der Autoren bzw. der Hinweis aus sonstige Blogbeiträge zum Thema Energiezellensystem.