Im Zuge der Diskussionen rund um die Energiewende und der steigenden Herausforderungen für das europäische Stromversorgungssystem durch die volatile Stromerzeugung aus Wind und Sonne wird verstärkt das Thema „Speicher“ diskutiert. Mit diesem Beitrag sollen ein bar wesentliche Aspekte beleuchtet werden. Auf einige wurde bereits im Rahmen  der Serie „Wer ist schuld?“ – Teil 1 und Teil 3 eingegangen.

Vergleich Stromverbrauch – Speicherkapazitäten in Deutschland

Ein Bild sagt mehr als tausende Worte:

Jahresverbrauch - Vergleich - Speicher 2

Pumpspeicherkraftwerke sind das Effizienteste, was derzeit an Speichermöglichkeiten zur Verfügung steht. Natürlich trägt jede Speichermöglichkeit zur Verbesserung der Situation bei, jedoch erfolgen die Betrachtungen oft sehr einseitig, wenngleich ein „Sowohl-als-auch-Denken“ unverzichtbar ist.

Natürlich kann man mit Batteriespeicher einen Beitrag zur Primärregelung leisten. Nur wenn man die konventionellen Kraftwerke auch aus diesem Markt hinausdrängt, dann werden sie wahrscheinlich auch nicht für die Sekundär- bzw. Tertiärregelung zur Verfügung stehen, und dann? Oder wer deckt den Tages/Wochen/Saisonspeicher ab (siehe hierzu auch Die Zeit in der elektrischen Energieversorgung)? Das wird alles sehr kurzsichtig betrachtet … und fast immer geht es darum, wie man am besten Profit machen kann.

Auch im fossilen Zeitalter wurden schon immer Speicher genutzt – in der Primärenergie! Das wird gerne vergessen. Ganz abgesehen davon, dass von einer Energiewende gesprochen wird, aber nur die Substitution bei der Stromerzeugung betrachtet wird. Oder wie wird „intelligente Software“ die restlichen 75% des Energiebedarfs ersetzen? Ganzheitliches, vernetztes Denken und ein Kulturwandel sind unverzichtbar, um die Herausforderungen der Energiewende wirklich erfolgreich meistern zu können. Aktionismus ist schädlich.

Eine Energiebevorratung ist unverzichtbar

Für eine erfolgreiche Energiewende ist eine Energiebevorratung unverzichtbar. Diese wird aber weniger im bisherigen großtechnischen Sinn, als vielmehr als unverzichtbarer Bestandteil des Energiezellensystems. Dabei steht nicht Geld oder „Rentabilität“, sondern die Versorgungssicherheit im Vordergrund.

== wird fortgesetzt ==