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Letzte Aktualisierung am 03. Juni 2026.

Fernsehinterview

Sevan Kartun, Geschäftsführender Gesellschafter LogReal.Direkt

„Ich habe diverse Veröffentlichungen von Ihnen gelesen und kann mich sehr gut mit Ihrem Standpunkt anfreunden. Im Gegensatz zu anderen Experten auf dem Gebiet betrachten Sie die Thematik pragmatisch und ideologiefrei, daher sind Sie auch unser einziger Wunschkandidat für den Beitrag.“

Auszugsweise Fernsehinterviews, Podcasts und Vorträge.

28.05.26: Blackout in Deutschland 2026: Wie wahrscheinlich ist er wirklich?

Quellen: Logistik aus der Praxis„Es geht nicht um den Stromausfall — sondern um den Lieferkettenkollaps danach.“ — Herbert Saurugg

Drei Blackouts in Europa innerhalb eines Jahres. Berlin 2026: 100.000 Menschen, vier Tage ohne Strom. Spanien und Portugal 2025: Millionen betroffen. Und die Energiewirtschaft sagt: „Es ist unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen.“ Herbert Saurugg nennt das fahrlässig.

In dieser Episode sprechen Henrik Schneider und Christian Inderkum mit Herbert Saurugg — Präsident der Gesellschaft für Krisenvorsorge, ehemaliger Major im österreichischen Bundesheer, seit über 15 Jahren Blackout-Experte.

In diesem Gespräch erfahrt ihr:

  • → Warum es innerhalb eines Jahres drei Blackouts in Europa gab — und warum die meisten nichts davon mitbekommen haben
  • → Was die Truthahn-Illusion mit unserer Einschätzung von Stromausfällen zu tun hat
  • → Warum negative Strompreise von minus 500 Euro ein Frühwarnsignal sind
  • → Was in den ersten 24 Stunden passiert — und warum nach 72 Stunden alles eskaliert
  • → Warum Telekommunikation, Logistik und Zahlungssysteme gleichzeitig ausfallen
  • → Warum Saurugg 14 Tage Eigenvorsorge empfiehlt statt der offiziellen 3 Tage
  • → Was Selbstwirksamkeit bedeutet — und warum sie wichtiger ist als staatliche Krisenpläne

Staffel: Lieferkette Energie — Wie sicher ist unsere Versorgung?
Hosts: Henrik Schneider & Christian Inderkum
Gast: Herbert Saurugg, Gesellschaft für Krisenvorsorge

12.05.26: Zwölf Gemeinden trainierten mithilfe der Krisensimulation »Neustart«  

Quellen: www.meinbezirk.at

Wie reagiert man als Gemeinde auf eine Krisensituation? Diese und weitere Fragen stellten sich zwölf Gemeinden rund um die Region Kufstein kürzlich. Das Regionalmanagement KUUSK und die Bezirkshauptmannschaft Kufstein luden zur Krisensimulation „Neustart“. Die Simulation sollte dazu führen, dass Gemeinden, Behörden und Einsatzorganisationen in Krisensituationen besser zusammenarbeiten. Aber auch das praxisnahe Arbeiten und das Erproben der Abläufe im Ernstfall standen im Fokus.

Geleitet wurde die Simulation von Herbert Saurugg, einem österreichweit bekannten Experten für Krisenvorsorge und Blackout-Themen. Ferner analysierte das Tiroler Zentrum für Krisen- und Katastrophenmanagement die Szenarien und Entscheidungen der Teilnehmer.

Das Fazit der Simulation: „Üben, üben, üben“. 

08.05.26: «NZZ Pro» hat ein Blackout simuliert und das Chaos entdeckt

Quellen: Neue Züricher Zeitung (NZZ)

Herbert Saurugg gehört zu den bekanntesten Blackout-Experten im deutschsprachigen Raum. Mit einem Brettspiel macht er auf die Gefahren des Stromausfalls aufmerksam. «NZZ Pro» hat es gespielt.

💡 «NZZ Pro» hat fünf Erkenntnisse gewonnen.
1. Aufgaben verteilen: In der Krise sollten alle wissen, was sie zu tun haben. Arbeitsteilung schafft Effizienz.
2. Den Schaden begrenzen: In der Krise kann man den Zerfall nur begleiten. Den Schaden zu begrenzen, das ist Aufgabe genug.
3. Ehrlich sein: Ehrlichkeit schafft Vertrauen. Es ist die Grundlage dafür, dass die Mitglieder einer Gesellschaft die Krise gemeinsam durchstehen können.
4. Einen Plan entwerfen: In der Krise sollten Staat und Gesellschaft zusammenarbeiten. Doch damit das funktioniert, muss der Staat auch an den Ernstfall denken und Vorkehrungen treffen.
5. Privat vorsorgen: Ob es nun Dosenbrot und Bohnensuppe für vierzehn Tage braucht? Wer weiss das schon. Sicher ist: Eine normale Vorratshaltung schadet nie.

Im Blackout ist die Situation völlig unklar, die Variablen sind unbekannt. Hilfe von aussen ist nicht zu erwarten, weil jede Kommune mit sich selbst beschäftigt ist. Ohne Strom gibt es ein Chaos, darum sollte man ihn so schnell wie möglich wieder haben. Noch besser wäre es, er fiele niemals aus.
Es lohnt sich daher, in die Energieinfrastruktur zu investieren und sie an die neue Art der Energieversorgung anzupassen. Dazu gehört auch eine Energiepolitik, die den Bedürfnissen des Stromnetzes gerecht wird. Das macht einen Stromausfall weniger wahrscheinlich, aber es bietet keinen hundertprozentigen Schutz. Vor Anschlägen wie beim Stromausfall in Berlin zu Beginn dieses Jahres lässt sich die Strominfrastruktur kaum schützen, in Zukunft könnte sie auch zum Ziel kriegerischer Angriffe werden.

05.05.26: Energiekrise 2026: Warum Diesel, AdBlue und Strom zusammenhingen 

Quellen: Logistikaus der Praxis

„Wir blicken auf das leere Meer und kennen keinen Tsunami.“ — Herbert Saurugg

  • Seit dem 28. Februar 2026 fehlen dem Weltmarkt täglich 10–13 Millionen Barrel Rohöl.
  • 20 Prozent der globalen LNG-Exporte sind gestört.
  • Die IEA stuft die Lage als schwerwiegender ein als die Ölkrisen von 1973, 1979 und 2022 zusammen.
  • Es gibt einen Waffenstillstand. Aber ein Waffenstillstand ist nicht dasselbe wie eine wiederhergestellte Lieferkette.

In dieser Sonderepisode sprechen Henrik Schneider und Christian Inderkum mit Herbert Saurugg — ehemaliger Major im österreichischen Bundesheer, internationaler Blackout- und Krisenvorsorgeexperte und Präsident der Gesellschaft für Krisenvorsorge (GfKV).

Gemeinsam analysieren wir:

  • → Warum die aktuelle Krise kein Preisschock ist, sondern ein Verfügbarkeitsproblem
  • → Wie sich die Krise wellenförmig aufbaut — erst Preise, dann Allokation, dann Ausfall
  • → Warum Kerosin, AdBlue und Düngemittel gleichzeitig knapp werden
  • → Was die Harnstoff-Diesel-Kopplung für Logistik und Landwirtschaft bedeutet
  • → Was Unternehmen und Privatpersonen jetzt konkret tun können

29.04.26: «Wir haben verlernt, mit Extremsituationen umzugehen», sagt der Blackout-Experte

Quellen: Neue Züricher Zeitung (NZZ)

Europa ist verwundbar geworden. Die Energiewende macht die Stromnetze fragiler, der Iran-Krieg bedroht die globalen Lieferketten. Herbert Saurugg weiss, was zu tun ist. Und setzt auf die Anpassungsfähigkeit des Kontinents.

Herbert Saurugg möchte keine Panik verbreiten, er will die Menschen bloss auf die Gefahren ihrer Abhängigkeit hinweisen. Ohne Strom gibt es kein Internet, keinen Zugverkehr, keine Toilettenspülung. Herbert Saurugg warnt vor dem Blackout. Er ist rhetorisch geschickt, nutzt die Übertreibung, setzt auf Dringlichkeit. Die Menschen hören ihm zu.

29.04.26: KroneTV: Blackout-Experte: „Politik kann nicht alles lösen“

Quellen: KroneTV

Immer noch steigen die Energiepreise, Lieferketten sind gestört, auch in Österreich, so Blackout- und Krisenvorsorge-Experte Herbert Saurugg. Im krone.tv-Interview erklärt er, warum nicht nur Regierung, sondern auch die Bürger jetzt mit anpacken müssen, um nicht „enttäuscht“ zu werden. Doch die Frage ist: Was können wir beitragen?

Die Zeichen verdichten sich: Was lange als reine „Preiskrise“ wahrgenommen wurde, könnte sich als viel tiefgreifenderes Problem entpuppen. Immer mehr Experten sprechen von einer Allokationskrise – also einer Situation, in der Waren schlicht nicht mehr verfügbar sind. Und das hat weitreichende Folgen. „Selbst, wenn ich bereit bin, jeden Preis zu zahlen, wenn es die Ware nicht gibt, bekomme ich sie nicht“, bringt es Blackout- und Krisenvorsorgeexperte Herbert Saurugg im krone.tv-Interview auf den Punkt.

Was aktuell noch unscheinbar wirkt, entwickelt sich laut Einschätzung bereits zu einer gefährlichen Kettenreaktion: Hier fehlt ein Kabel, dort eine Folie – und plötzlich stehen ganze Produktionen still. Besonders betroffen seien Rohstoffe wie Aluminium, aber auch Düngemittel oder Helium, also genau jene Stoffe, die im Hintergrund für funktionierende Lieferketten sorgen.

Noch werde das Problem unterschätzt, weil Lagerbestände vieles abfedern. Doch genau das sei die große Täuschung: „Diese Puffer werden gerade aufgebraucht, und dann wird es plötzlich sichtbar. Die Krise verläuft nicht abrupt, sondern schleichend“, so Saurugg.

Auch die Energieversorgung gilt derzeit noch als stabil, doch die Lage bleibt angespannt. Vor allem beim Gas könne es im Winter kritisch werden, etwa bei einer längeren Kälteperiode oder Problemen bei Lieferungen. Zusätzlich sorgen zunehmende Angriffe auf kritische Infrastruktur für Unsicherheit. „Wenn jemand Europa schaden will, sind Energieanlagen ein logisches Ziel“, warnt der Experte. Kritik gibt es auch an politischen Maßnahmen wie Preisbremsen, die das Problem nur kurzfristig kaschieren würden. „Das verhindert notwendige Anpassungen und verschärft die Lage langfristig“, so die Einschätzung.

Saurugg warnt vor einer gefährlichen Fehlwahrnehmung: „Wir befinden uns in einem Umbruch, ohne genau sagen zu können, was das für uns bedeutet. Aber eines ist klar: Die Normalität kommt so nicht zurück.“ Die Frage sei daher nicht mehr nur, wann sich die Lage stabilisiere, sondern wie sich Gesellschaft, Wirtschaft und Politik darauf einstellen. 

22.04.26: takeKONTROL – Sonderfolge – „Globaler Systembruch – Was Unternehmen jetzt tun müssen“

Quellen: Ö1 Journal-Panorama

Was, wenn die aktuellen Entwicklungen keine einzelne Krise sind – sondern ein globaler Systembruch?

In dieser Sonderfolge des takeKontrol Podcasts spricht Nico Gramenz mit Herbert Saurugg, Präsident der Gesellschaft für Krisenvorsorge und internationaler Krisenexperte, über die aktuellen Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf Unternehmen, Lieferketten und Gesellschaft.

Die zentrale These: Wir erleben keinen isolierten Schock – sondern mehrere gleichzeitig wirkende systemische Krisen, die sich gegenseitig verstärken und globale Kaskadeneffekte auslösen.

Für Unternehmen bedeutet das eine neue Realität: Nicht mehr Preissteigerungen sind das größte Risiko – sondern Verfügbarkeitskrisen.

Viele Organisationen reagieren erst, wenn die Auswirkungen sichtbar werden – doch dann fehlt oft der Handlungsspielraum.

Ein zentrales Learning der Folge: Resilienz entsteht nicht im Moment der Krise – sondern in der Vorbereitung darauf.

Weitere Hintergründe zur Episode: Globaler Systembruch – Die vierte systemische Krise

16.04.26: Sicherheit beginnt im Kopf

Quellen: Ö1 Journal-Panorama

Ein Beitrag im Rahmen der 80. Militärpsychologentagung.

20.01.26: Blackouts? Herbert Saurugg, Europe’s Leading Expert, Explains the Real Risk

Quellen: Ana’s Food & Lifestyle

Herbert Saurugg is widely regarded as one of Europe’s leading experts on large-scale blackouts and infrastructure resilience

We talk about:

  • how fragile modern power grids really are
  • why Europe’s interconnected systems can both help and increase risk
  • what recent outages have taught us
  • what causes large blackouts — from technical failures to extreme weather and cyber risks
  • and what realistic preparedness looks like for ordinary households

This conversation is not about panic or predictions.

It’s about understanding risk, reducing vulnerability, and helping people feel more prepared and confident.

If you’re interested in emergency preparedness, resilience, or simply understanding how dependent modern life is on electricity, this discussion is for you.

18.01.26: 

Quellen: Union Stiftung

Ein Stromausfall im Südwesten Berlins legte über 100.000 Menschen lahm: Vier Tage Dunkelheit, Kälte und Unsicherheit. Was zunächst als Blackout kommuniziert wurde, entpuppt sich als gezielter Anschlag auf eine kritische Infrastruktur. Doch was unterscheidet einen lokalen Stromausfall von einem echten Blackout? Und wie gut ist Deutschland auf ein solches Szenario vorbereitet?

Herbert Saurugg, einer der führenden Experten für Blackout-Prävention, gibt tiefe Einblicke in strukturelle Schwachstellen unseres Stromnetzes, erklärt, warum politische Verantwortung oft scheitert und wie gefährlich unsere Versorgungssicherheit im Alltag tatsächlich geworden ist. Die Abhängigkeit von digitalen Systemen, die fehlende systemische Umsetzung der Energiewende und die politische Ignoranz machen unser Netz zunehmend anfällig: Für Naturkatastrophen, technische Fehler und gezielte Angriffe.

14.01.26: Experte rät Österreichern zu mehr Vorsorge

Quellen: www.krone.at

Der mehrtägige Stromausfall in Berlin zeigt, wie schnell kritische Infrastruktur an ihre Grenzen kommen kann – und dass es „keine hundertprozentige Sicherheit“ gibt, warnt Blackout-Experte Herbert Saurugg. Auch Österreich sei zwar grundsätzlich gut aufgestellt, dennoch gebe es immer „Single Points of Failure“, bei denen ein Schaden oder Anschlag weitreichende Folgen haben kann. Wichtig sei deshalb nicht nur die gesetzliche Pflicht, sondern echte Vorbereitung – auch bei Firmen, denn oft fehlen Fachkräfte für die Umsetzung. Privat rät Saurugg zu Vorsicht: Kerzen seien im Blackout brandgefährlich, besser sei eine Taschenlampe als sichere Basis-Vorsorge.

260114 KroneTV SgH

06.01.26: Ausfälle und Blackout: Wir ahnen noch gar nicht, was da auf uns zukommt

Quellen: www.schwaebische.de, www.nordkurier.de

Das, was in Berlin passiert, kommt vielleicht noch zur richtigen Zeit. Denn weite Teile der Bevölkerung stolpern sorglos in eine kaum beachtete Bedrohung, meint unser Autor.

Experten für Krisenversorge und Blackouts wie Herbert Saurugg gehen davon aus, dass es in der näheren Zukunft immer wieder regionale Ausfälle geben wird. Dabei findet diese düstere wie realistische Prophezeiung ihren Grund nicht in linksextremistische Anschlägen wie in Berlin oder in der hybride Kriegsführung Russlands.

Sondern im fragilen Verbundsystem für Strom in Europa, das auf Kante genäht ist. Fehlender Netzausbau und mangelnde Großspeicher sind zentrale Herausforderungen und Versäumnisse im Zuge der Energiewende. So reicht womöglich ein Leitungsausfall in einer windigen Ecke im Norden Deutschlands für ein Desaster wie in Berlin, sagen Fachleute.

Diese (zum Teil also schönen) Vorsorgemaßnahmen sind aber nicht nur wichtig, um sich selbst gut versorgen zu können im Krisenfall. Sondern um den Zeitpunkt, in dem die Krise ins Chaos zu kippen droht, hinauszuschieben. Das ist keine Panikmache, sondern real notwendige Vorsorge. Auch der Autor dieses Textes muss das endlich lernen.

260106 SW SgH

05.01.26: „Man kommt schnell ins Chaos“

Zuletzt aktualisiert am 03. Juni 2026 um 22:01