Letzte Aktualisierung am 19. April 2022.

Bereits seit Herbst 2021 gibt es vermehrt Meldungen, wonach aufgrund der hohen Energiepreise die Düngemittelproduktion heruntergefahren wird bzw. dass Düngemittel nur mehr schwer erhältlich sind bzw. zunehmend teurer werden. Einschränkungen in diesem Bereich werden sich erst auf die Ernte 2022 auswirken und dann 2023 richtig bei den Kund:innen ankommen. Daher soll hier auch ein Auge darauf geworfen werden.

Achtsamkeit

19.04.22: Food Prices Jump Most on Record as War Sparks Supply Chaos

CHART OF THE DAY: Corn prices rise above $8 per bushel for the first time in 10 years (and quickly approach an all-time high) as the Russian invasion of Ukraine threatens global supplies

08.04.22: Food Prices Jump Most on Record as War Sparks Supply Chaos

www.bloomberg.com

Global food prices are surging at the fastest pace ever as the war in Ukraine chokes crop supplies, piling more inflationary pain on consumers and worsening a global hunger crisis.

The war has wreaked havoc on supply chains in the crucial Black Sea breadbasket region, upending global trade flows and fueling panic about shortages of key staples such as wheat and cooking oils. That’s sent food prices — which were already surging before the conflict started — to a record, with a United Nations’ index of world costs soaring another 13% last month.

Ukraine’s ports are closed and many vessels are avoiding the region, which accounts for about a quarter of all grains trade. Farmers in Ukraine, the top sunflower-oil exporter, are expected to drastically cut crop plantings and the nation is struggling to export supplies already harvested. Elsewhere in the world, high energy and fertilizer prices are raising food-production costs, which is feeding through to bigger grocery bills or threatening output.

FAO food price index
Costly Food

25.03.22: Agrarökonom: „Lebensmittelpreise hoch wie seit 50 Jahren nicht mehr“

Matin Qaim fordert angesichts der drohenden Hungersnot in Schwellenländern weniger Biosprit und geringeren Fleischkonsum.

Seit Ausbruch des Ukraine-Krieges stiegen Lebensmittelpreise um mehr als 30 Prozent, sagt Matin Qaim, Agrarökonom an der Universität Bonn. Bisherige Maßnahmen der EU-Kommission, um Europas Getreideproduktion zu erhöhen, hält er für keinen großen Wurf.

STANDARD: 100 Millionen Menschen weltweit sind infolge des Krieges in der Ukraine von Hungersnot bedroht. Setzt Russlands Präsident Wladimir Putin Nahrungsmittel als Waffe ein?

Qaim: Putin lässt derzeit keine Weizenlieferungen mehr aus Russland. Schiffe mit Getreide werden an den Häfen am Auslaufen gehindert. Offenbar will er der Welt zeigen, wie abhängig sie von Russland ist. Außerdem versucht er, die Brotpreise im eigenen Land niedrig zu halten, damit die Bevölkerung weiter hinter ihm steht. Die Ukraine wird dieses Jahr vermutlich nur wenig ernten. In den Kriegswirren lassen sich die Felder nicht bestellen.

STANDARD: Wie gefährlich ist Russlands Exportstopp für den Weltmarkt?

Qaim: Russland ist der weltgrößte Getreideexporteur, zusätzlich fallen Mengen aus der Ukraine weg. Wir reden von einem Drittel aller weltweiten Weizenausfuhren. Mehr als 25 Länder in Afrika, im Nahen und Mittleren Osten beziehen mehr als die Hälfte ihrer Weizenimporte allein aus diesen beiden Ländern.

STANDARD: Die Preise für Lebensmittel explodieren. Das sollte doch die Produktion weltweit ankurbeln. Warum regelt sich der Markt nicht selbst?

Qaim: Die Preise waren bereits vor dem Krieg um 50 Prozent höher als zwei Jahre zuvor, weil sich Energie und Düngemittel verteuerten. Seit Ausbruch des Krieges sind sie zusätzlich um mehr als 30 Prozent gestiegen. Sie sind jetzt so hoch wie seit 50 Jahren nicht mehr. Landwirtschaft braucht jedoch Fläche, Dünger, Wasser. Die Produktion kurzfristig deutlich hochzufahren, würde bedeuten, mehr Wald- und Naturflächen zu nutzen. Auch Düngemittel fehlen, denn die Ukraine und Russland sind dafür wichtige Exporteure. Dünger hat sich um das Drei- bis Vierfache verteuert. Damit fehlt eine wichtige Stellschraube, um Erträge zu erhöhen.

STANDARD: Warum ist die internationale Versorgung mit Lebensmitteln derart angreifbar und verletzlich?

Qaim: Die Böden der Ukraine und Russlands eignen sich besonders gut für Landwirtschaft. Auch Westeuropa, USA, Südamerika und Australien sind produktiv. Westeuropa ist aber dicht besiedelt, wir konsumieren unser Getreide selbst. Auch Indien und China brauchen dieses für ihre eigene Bevölkerung. Die Ukraine und Russland hingegen verfügen relativ zur Bevölkerung über riesige Agrarflächen.

STANDARD: Könnten Getreidelager in China und Indien die Lücken füllen?

Qaim: Diese Lager dienen der eigenen Notfallversorgung. Diese Puffer anderen Regionen zur Verfügung zu stellen, ist politisch nicht einfach. Der viel größere Hebel, um humanitäre Katastrophen zu vermeiden, liegt darin, weniger Agrarprodukte für Nicht-Nahrungsmittel zu nutzen. Die Hälfte des weltweiten Getreides fließt ins Tierfutter. Das ist eine große Stellschraube. Eine kurzfristig noch größere ist Bioenergie.

STANDARD: Halten Sie es für realistisch, den Tierbestand in Europa zu dezimieren und den Fleischkonsum um ein Fünftel zu reduzieren?

Qaim: Das ist nicht nur realistisch, sondern geboten. Aber das schaffen wir nicht innerhalb weniger Monate. Wir können Bauern kaum verbieten, ihre Tiere zu füttern. Wir können Futterrationen umstellen: mehr Grünfutter, weniger Getreide. Mehr Spielraum ergibt sich durch kleinere Tierbestände. Das geht sich aber nicht von heute auf morgen aus. Der heiße Punkt, der aus der Hungerkrise führt, ist Bioenergie zu reduzieren. Dazu gibt es politische Vorgaben, die sich temporär aussetzen ließen.

STANDARD: Teller vor Tank – auch angesichts der Energiekrise?

Qaim: Bioenergie braucht 20 Prozent der Agrarfläche, deckt aber nur fünf Prozent der Kraftstoffe im Transport ab. Die USA verarbeiten jährlich 120 Millionen Tonnen Mais zu Bioethanol. Das ist die Menge an Getreide, die jährlich aus Russland und der Ukraine kommt. Sie macht aber nur fünf Prozent des amerikanischen Sprits aus. Russland und die Ukraine lieferten jährlich vier Millionen Tonnen Pflanzenöl – die gleiche Menge, die wir zu Biodiesel verarbeiten.

STANDARD: Sind Zeiten, in denen in Europa alle Lebensmittel immer überall zu jeder Zeit verfügbar sind, vorbei?

Qaim: Es wird alles verfügbar bleiben. Aber die Preise werden steigen. Wir werden etwa für Brot, Nudeln, Mehl, Öle mehr bezahlen. Leere Regale ergeben sich bei uns nur nach Hamsterkäufen, aber die sind unnötig und sollten lieber unterbleiben.

18.03.22: Fertilizer prices climb to a fresh record

CHART OF THE DAY: Fertilizer prices climb to a fresh record, as sales from Russia (one of the world’s top producers) are disrupted, and super-expensive natural gas in Europe curtails output. The chart below is New Orleans urea price from 1977 to date. This is, perhaps, the biggest story few are paying attention to — and it will have huge consequences later this year. So follow our own @ElizabethElkin for timely updates. Fertilizer may not the sexiest commodity market, but it’s one of the most important!

220318 - Düngemittelpreis

Düngerpreise gehen durch die Decke: Zeitenwende am Düngermarkt

Quelle: www.agrarheute.com

Das sind Düngerpreise, an die kein Landwirt zuvor überhaupt zu denken gewagt hat. Jetzt ist man mit einer beispiellosen Kostenexplosion konfrontiert, die sowohl Erträge als auch Qualität der neuen Ernte massiv (negativ) beeinflussen wird.

Der Preisanstieg ist beispiellos: Um 210 Euro auf unglaubliche 810 Euro je Tonne hat sich Kalkammonsalpter (KAS), der wichtigste Stickstoffdünger der deutschen Bauern, diese Woche verteuert. Die Preise von Harnstoff sind diese Woche an den deutschen Importhäfen um fast 300 Euro auf 1.050 Euro je Tonne nach oben geschossen. Aus Frankreich meldet man für Ammoniumnitrat 27 % einen dramatischen Preisanstieg von 300 Euro auf jetzt 925 Euro je Tonne.

 

Weizenpreis

Weizenpreis

15.03.22: Russland stoppt Getreideexport, Öl aus der Ukraine wird knapp

Quelle: www.zeit.de

Russland ist der größte Weizenexporteur der Welt. Und aus der Ukraine kommt ein Großteil des Sonnenblumenöls. In Spanien räumen Hamsterkäufer Supermarktregale leer.

Russland schränkt die Ausfuhr von Weizen, Gerste und Roggen zeitweise ein. Damit soll der Bedarf im Land gesichert werden, sagte Vizeregierungschefin Wiktorija Abramtschenko in Moskau. Die Regierung will verhindern, dass die Preise für russische Verarbeiter und Verbraucher zu hoch werden.  

Vom 15. März bis zum 30. Juni gilt ein Exportstopp für Weizen, Roggen, Gerste, Mais und Mischgetreide, sogenanntes Mengkorn. „Eine Getreideausfuhr im Rahmen von Quoten wegen einzelner Lizenzen wird erlaubt“, sagte Abramtschenko. Für Zucker und Zuckerrohstoff gilt der Stopp bis Ende August.

Russland ist der größte Weizenexporteur der Welt. Auch die Ukraine ist ein wichtiger Produzent. Störungen der Getreideausfuhr beider Länder können nach Einschätzung von Experten zu massiven Preissteigerungen auf dem Weltagrarmarkt führen.

Sonnenblumenöl könnte schon bald knapp werden: „Die Vorräte reichen voraussichtlich noch für wenige Wochen“

In spanischen Supermärkten sind Sonnenblumenöl und Mehl wegen Hamsterkäufen bereits ausverkauft oder die Abgabe begrenzt. Insgesamt 62 Prozent des spanischen Bedarfs an Sonnenblumenöl kamen zuletzt aus der Ukraine. Auch Regale für Nudeln, Haferflocken und Hülsenfrüchte zeigten teils große Lücken oder waren fast leer. 

08.03.22: Hungerkrise: Die Welt hat nicht genug Getreide – Folgen des Krieges

Quelle: www.agrarheute.com

Der Krieg am Schwarzen Meer könnte zu einer globalen Hungerkrise führen und zu explodierenden Lebemittelpreise im Westen, sagt die FAO. Nicht nur Getreide wird unglaublich teuer, sondern auch Milch, Fleisch und andere Agrarprodukte. Mit den rekordhohen Gas- und Ölpreisen steigen auch die Düngerkosten und die übrigen Produktionskosten steil an. Die Krise verschärft sich also.

Aussaat nicht möglich – steigende Düngerpreise – und Hungersnöte?

Nahrungsmittelausgaben steigen auch im Westen drastisch

06.03.22: 

Quelle: gitta-connemann.de

Russland und die Ukraine gehören zu den Kornkammern der Welt. Die fruchtbaren Böden in beiden Staaten sorgen für gut ein Viertel der globalen Weizenexporte (28,7 %). Auf das Konto beider Staaten gehen 19,5 Prozent des Maishandels. Und die Ukraine liefert die Hälfte des weltweit gehandelten Sonnenblumenöls. Bislang.

„Der russische Angriff auf die Ukraine gefährdet auch die weltweite Versorgung mit Nahrungsmitteln.“ Davor warnen jetzt die beiden CDU-Bundestagsabgeordneten Silvia Breher MdB und Gitta Connemann MdB. „Exporte werden durch zerstörte Bahnlinien und verminte Häfen zunehmend schwieriger. Durch die Kämpfe ist die Aussaat in Gefahr. Und viele Länder auf der Welt, gerade in Afrika sind auf Kunstdünger aus Russland angewiesen. Nahrungsmittel werden knapper.“

Darauf springen schon jetzt Agrar- und Lebensmittelmärkte an. Die Preise an den internationalen Börsen steigen rasant.

04.03.22: Ukraine Supply Shocks

POLICY BRIEF 2/2022 – How the war in Ukraine might affect global food supply

Ukraine is among the world’s largest exporters of agricultural products that account for more than a fifth of the country’s export volume of 49.5 billion USD. If the war in Ukraine leads to interruptions of the agricultural production and subsequent exports should stop, several other countries will be affected and can be confronted with shortages of food supply. Negative effects are not limited to Ukraine’s direct trading partners alone. Here we present an assessment of the expected losses various countries might suffer.

We consider direct trade relations between Ukraine and other countries as well as indirect effects from countries that act as intermediaries the potential losses of domestic production due to missing inputs from Ukraine. We find that a loss of agricultural production in Ukraine due to the Russian invasion poses a serious threat to food security in several countries of the Mideast and Northern Africa. Substantial losses of up to 83% in maize, 99% in soybeans, and 45% in wheat are found for some countries. In Europe, Latvia and Poland could be confronted with losses of 83% in maize and 81% in soybeans, respectively. Indirect effects induce losses in the meat production in some European countries. Results are available in interactive format https://vis.csh.ac.at/ukraine-supply-shock

In summary, the Russian invasion of Ukraine poses a significant threat to global food security. Especially in less wealthy countries expected shortages might become relevant and effective as substitutions might be harder to obtain than for rich countries.


Die Preise für Getreide und Mais steigen bereits jetzt. Denn die Artillerie zerstört auch die Häfen, aus denen Getreide verschifft wird. Warum ist das wichtig? Nach der letzten Hochpreisphase lösten Hungerproteste bspw den arabischen Frühling aus. 

220304 - Getreidepreise

01.03.22: Ukraine Krieg

A lot of attention on oil and gas, but agricultural markets are even more concerning due to the Russian invasion of Ukraine. Wheat and corn fast climbing, and so are all kinds of vegetable oils. The European benchmark for milling wheat has set a fresh all-time high this morning

16.02.22: Angst vor Schockwellen und Rekordpreisen bei Agrarprodukten

Quelle: www.derstandard.at

Zuletzt hat sich die Gefahr neuer, über die Ostukraine hinaus gehender kriegerischer Auseinandersetzungen leicht abgeschwächt; eine Invasion russischer Truppen, die über Wochen an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen wurden, ist aber noch nicht vom Tisch. Und solange dieser Schwebezustand anhält, ist jederzeit mit einem mittleren bis schweren Beben auf den internationalen Finanz-, Energie-, aber auch auf den globalen Agrarmärkten zu rechnen.

Die Ukraine war die Kornkammer der früheren Sowjetunion und ist es wegen der extrem fruchtbaren Böden in einem veränderte Kontext immer noch. Experten sind sich einig, dass ein Krieg in der Ukraine die Getreide- und Lebensmittelmärkte erschüttern und die Preise augenblicklich in die Höhe treiben würde.

Laut Eurostat ist die Ukraine der viertgrößte Lebensmittellieferant der EU; nur aus Großbritannien, Brasilien und USA werden mehr landwirtschaftliche Erzeugnisse importiert. Etwa ein Viertel der Getreide- und Pflanzenöleinfuhren in die Union stammen aus der Ukraine, bei Mais ist es fast die Hälfte.

Notfallpläne gibt es keine, wie ein EU-Beamter dem Onlineportal bestätigt hat. Notfallpläne sucht man aber auch in Österreich vergeblich; die direkte Abhängigkeit von agrarischen Importen ist jedenfalls weniger stark als in so manchem anderen EU-Land.

88 Prozent des in der EU verbrauchten Sonnenblumenöls kommt aus dem Osten. Auch 41 Prozent des in der EU verbrauchten Rapses stammen aus der Ukraine sowie 26 Prozent des Honigs.

Da die EU selbst ein großer Lebensmittelproduzent ist, dürfte sie nach allgemeiner Einschätzung in der Lage sein, den unmittelbaren Schock einer möglichen Unterbrechung des bilateralen Handels im Fall eines Krieges zu verkraften. Gröbere Auswirkungen könnte es aber für Länder im Nahen Osten oder im Norden Afrikas geben. Einschränkungen bei der Lebensmittelversorgung und Preissprünge bei Brot waren einige von mehreren wichtigen Faktoren beim Ausbruch des Arabischen Frühlings vor gut einem Jahrzehnt. Ägypten etwa ist ein wichtiger Abnehmer von ukrainischem Getreide. Der Libanon bezieht gar 55 Prozent des Weizens von dort.

Dabei sind die Preise agrarischer Produkte jetzt schon hoch. Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erreichten die weltweiten Lebensmittelpreise 2021 einen Zehn-Jahres-Rekord. Ein Krieg würde die Lage weiter verschlimmern.

16.02.22: Salinen drosselten Produktion wegen Energiepreisen

Quelle: orf.at

Die Salinen Austria AG mit Sitz in Ebensee hat seit Dezember ihre Produktion um 15 Prozent gedrosselt – wegen der hohen Strompreise. „Das wird wahrscheinlich noch das ganze Jahr dauern“.

Die Strompreise seien seit Herbst um 400 bis 500 Prozent gestiegen. Das mache die Produktion von Salz unwirtschaftlich. Gleich verhalte es sich bei den Gaspreisen. Aus diesem Grund produzierten die Salinen bei verpackter Ware derzeit nur auf Auftrag.

10.01.22: Preis für Kunstdünger stark gestiegen

Quelle: oesterreich.orf.at, www.msn.com

Die Preise für Stickstoffdünger haben sich im vergangenen halben Jahr verdreifacht. Ausschlaggebend sind die seit Herbst stark angestiegenen Preise für Erdgas. Die Bauern müssten damit leben, denn eine Preissenkung sei nicht in Sicht, hieß es.

Den Bauern bleibe nichts anderes übrig, als mit den Preisen zu leben oder weniger davon einzusetzen, wie ein Düngemittelhändler zur APA sagte, etwa indem sie weniger stickstoffintensive Pflanzen anbauen. Laut Landwirtschaftskammer-Generalsekretär Ferdinand Lembacher haben die Landwirte in Österreich erst rund die Hälfte des für 2022 benötigten Kunstdüngers eingekauft.

Aufgrund der hohen Gaspreise hätten viele Stickstoffproduzenten ihre Werke zurückgefahren und gänzlich stillgelegt. Auch die Borealis in Linz hat ihre Ammoniakproduktion gedrosselt. Die Landwirtschaftskammer geht davon aus, dass die Düngemittelpreise die nächsten Monate hoch bleiben werden. Der Dünger sei jedenfalls bei den variablen Produktionskosten der mit Abstand teuerste Faktor. Mit einem Anteil von ein bis drei Prozent am weltweiten Energiebedarf ist die Ammonikasynthese einer der größten industriellen Verbraucher fossiler Energie. Pro Tonne Ammoniak werden zwei Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid freigesetzt.

Kunstdüngerpreis