Quelle: www.trojaner-info.de, www.bsi.bund.de

Aktuell gibt es von mehreren Seiten Warnungen, dass in nächster Zeit mit einer Zunahme von destruktiven Cyber-Angriffen auf Infrastrukturen zu rechnen ist. Damit sind auch weitreichende Versorgungsausfälle möglich.

Die Angreifer sehen es gezielt auf Assets ab, die nur schwer Wiederherstellbar sind. Sie schauen gezielt nach Schwachpunkten, um tief in Netzwerke vorzudringen und sehen es dann Bereiche ab, für die es in der Regel eine Backups gibt. Im Gegensatz zur klassischen Cyberattacken geht es den Tätern um gezielte Sabotage. Außerdem erkennen die Researcher, dass Industrieanlagen und der Gesundheitssektor besonders bedroht sind. Dies liegt an der umfangreichen Nutzung Operation Technology (OT) und unzureichenden Schutzmechanismen.

Forescout erkennt eine systematische Entwicklung und erwartet, dass sich die Bedrohungslage weiter verschlimmert. Grund ist die Zunahme von vernetzten Geräten und die voranschreitende Digitalisierung. Während immer mehr Endpunkte über Onlineverbindungen miteinander kommunizieren, verharren viele IT-Entscheider aber gerade bei der OT-Sicherheit in alten Paradigmen. Dort spielen die Absicherung von Informationen und der Zugangsschutz zu Endgeräten und Netzwerken nur eine untergeordnete Rolle. Mögliche Schutzmechanismen werden nicht implementiert, da man Einschränkung bei der Performance fürchtet.

Ein Beispiel ist die kürzlich Attacke gegen Norsk Hydro, bei dem ein Schaden von etwa 37 Millionen Euro entstand. Durch den Betriebsausfall des größten Aluminiumherstellers waren auch viele weitere Industriezweige betroffen. 

Cyber-Angriffe mit der Schadsoftware Emotet haben in den vergangenen Tagen erhebliche Schäden in der deutschen Wirtschaft, aber auch bei Behörden und Organisationen verursacht. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt daher erneut eindringlich vor dieser Schadsoftware und gibt ausführliche Hinweise zum Schutz vor Emotet.

Seit rund einer Woche wird Emotet wieder massenhaft versandt und hat binnen weniger Tage für Produktionsausfälle, den Ausfall von Bürgerdiensten in Kommunalverwaltungen und zahlreiche infizierte Netzwerke gesorgt.