Quelle: www.ag.ch
Um die Sicherheit der Bevölkerung zu erhöhen, führen die Kantone Aargau und Solothurn sogenannte Notfalltreffpunkte in all ihren Gemeinden ein. Bei ausserordentlichen Ereignissen können sie als Anlaufstelle für die Einwohnerinnen und Einwohner oder als Besammlungsort für eine mögliche Evakuierung dienen. Aktuell werden die Notfalltreffpunkte in den Gemeinden überprüft.
Im Ereignisfall ist es möglich, dass die elektronische Kommunikationsinfrastruktur – Festnetztelefon, Mobilnetz, Internet, Radio- und TV-Sender – ausfällt. Darum hat der Aargauer Bevölkerungsschutz zusammen mit dem Kanton Solothurn und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz ein Konzept für Evakuation und Notkommunikation in ausserordentlichen Ereignissen erarbeitet. Dieses sieht Notfalltreffpunkte im ganzen Kantonsgebiet vor. “Die Notfalltreffpunkte sind in den Gemeinden künftig Dreh- und Angelpunkt für Hilfeleistungen bei Katastrophen und in Notlagen”, so Dieter Wicki, Leiter der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz und Chef des Kantonalen Führungsstabs (KFS).
“Es geht darum, dass wir für Szenarien wie einen Staudammbruch, einen KKW-Unfall, eine Trinkwasserverschmutzung oder grossflächigen Stromausfall noch besser vorbereitet sind”, so Wicki. “So ist es beispielsweise auch möglich, dass die Bevölkerung bei einem weitreichenden Stromausfall über den Notfalltreffpunkt die Feuerwehr alarmieren oder eine Ambulanz aufbieten kann.
Die insgesamt rund 300 Notfalltreffpunkte sind flächendeckend in allen Gemeinden verteilt und sollen für alle Einwohnerinnen und Einwohner in Gehdistanz erreichbar sein.
Die Notfalltreffpunkte sind innerhalb einer Stunde funktionsfähig und so ausgerüstet, dass der Betrieb durch die örtliche Zivilschutzorganisation über mehrere Tage rund um die Uhr aufrechterhalten werden kann.
Als Notfalltreffpunkte wurden der Bevölkerung bekannte und markante Infrastrukturen der Gemeinde oder von Privaten gewählt.
Die ausgewählten Gebäude werden mit einer prägnanten Signaltafel mit dem Logo des Notfalltreffpunkts markiert. Eine wichtige Massnahme, um die Notfalltreffpunkte für die ganze Bevölkerung sichtbar zu machen.
Eine Informationsbroschüre zum Notfalltreffpunkt wird voraussichtlich im Frühjahr 2019 an alle Aargauer Haushalte verschickt. 

Kommentar

Dieser Ansatz entspricht im wesentlichen unserem Selbsthilfe-Basis Konzept. Schön, dass auch andere in die selbe Richtung denken!