Quelle: Die Zeit, Die Welt 1, Die Welt 2

In weiten Teilen der Türkei ist der Strom fast acht Stunden lang ausgefallen – auch in Ankara und Istanbul, wo unter anderem die U-Bahnen stillstanden. In einigen Fabriken musste die Produktion eingestellt werden. Insgesamt waren laut Medienberichten fast 30 Städte betroffen.

Energieminister Taner Yildiz sagte, möglicherweise habe der Ausfall eines Kraftwerks einen Domino-Effekt ausgelöst und das gesamte Stromnetz lahmgelegt.

Um 10.36 Ortszeit standen U-Bahnen still, Aufzüge in Wohnhäusern blieben stecken, dazu fielen elf von 18 Flugkontrollzentren aus. Von Istanbul bis Adana im fernen Südosten des Landes sprangen die Generatoren an, außer offenbar dort, wo Notstromaggregate wirklich nötig wären – etwa bei besagten Fahrstühlen, in der Metro oder eben bei der Flugkontrolle.

Kommentar

Der Ausfall in Holland ist schon wieder fast aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden. Da kommt schon das nächste Großereignis daher. Aber bei uns kann das alles nicht passieren … oder doch? Wären wir darauf vorbereitet?

Beide Vorfälle haben zahlreiche Befürchtungen bestätigt, außer die erwartete Zeitdauer des Stromausfalls. Doch wird es immer so glimpflich ausgehen, oder laufen wir Gefahr, hier einer Truthahn-Illusion zu erliegen?