Quelle: www.energieweb.at

Ein Highlight im dichten Programm war mit Sicherheit die Keynote von Herbert Saurugg. Ausgehend von fiktiven Szenarien und Prognosen von Experten, wonach die Möglichkeit eines längeren Stromausfalls in den nächsten Jahren in Europa bei mehr als 50 Prozent liegt, referierte der Initiator der zivilgesellschaftlichen Initiative „Plötzlich Blackout! – Vorbereitung auf einen europaweiten Stromausfall“ gleich zu Beginn und malte dabei ein echtes Horrorszenario. Dem Dominoeffekt folgend würde ein plötzlicher Stromausfall binnen kurzer Zeit die gesamte Infrastruktur (von der Logistik bis hin zur Kommunikation) lahmlegen. Elektrischer Strom wird bei so gut wie jedem Prozess unseres täglichen Lebens vorausgesetzt. Ausfall der Krankenversorgung, Nahrungsmittelknappheit, Wasserknappheit, Ausfall der Kläranlagen etc. wären die weiteren Folgen. Gar nicht zu denken, wenn ein solcher Blackout während der kalten Jahreszeit eintreten würde. Übertriebene Angstmache? Leider nein! Hackerangriffe von Terroristen sind heutzutage nicht mehr auszuschließen. Es bedarf aber gar keiner bösartigen Attacken von außen. Das europäische Stromnetz gerät zunehmend an seine Belastungsgrenze … Saurugg appellierte, wie viele seiner Nachredner, an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen. Der verantwortungsvolle Umgang mit den Energieressourcen unserer Welt ist mehr denn je Gebot der Stunde – die entsprechende Bewusstseinsbildung daher höchst angesagt.

Blackout – eine Horrorvision

Den Einführungsvortrag hielt Herbert Saurugg, MSc, Initiator von „Plötzlich Blackout!“, zum Thema „Blackout – ein infrastrukturelles Multiorganversagen mit weitreichenden gesellschaftlichen Konsequenzen“. Es war eine Vision, die an einen Horrorfilm erinnerte. Was würde passieren, wenn über einige Tage der Strom ausfiele, was in einigen Regionen der Welt bereits vorgekommen ist? Es würde zu einem Infrastrukturausfall führen und einen Dominoeffekt hervorrufen. Durch den Ausfall der Logistik würde sehr bald Nahrungsknappheit herrschen, Kläranlagen nicht mehr funktionieren, durch fehlende Hygiene könnten Seuchen entstehen, Krankenhäuser haben zwar Notstromaggregate, die aber völlig überlastet wären. Das europäische Stromversorgungssystem kann durchaus durch einseitige Eingriffe oder Terrorhandlungen zusammenbrechen. Zudem kommt das Stromnetz zunehmend an die Belastungsgrenze. Also durchaus keine unrealistische Vision. Weder der Einzelne noch der Staat sind auf einen Blackout vorbereitet. Daher sollte eine Effizienzsteigerung nur mit Redundanzen durchgeführt werden. Vernetztes Denken und Handeln ist angesagt, wie auch Selbsthilfefähigkeit und Eigenbevorratung. Eine aktive Einbindung der Bevölkerung sowie Bewusstseinsbildung sind erforderlich. Daher der Aufruf von Saurugg an die Unternehmen, sich auf einen Blackout vorzubereiten. Nach der Keynote von Herbert Saurugg herrschte im Auditorium eine gewisse Beklemmung.